Computer-Archäologie in Halle: Technikmuseum Rechenwerk öffnete seine Pforten

1. November 2014 | Vermischtes | 2 Kommentare

Manch Besucher wie Halles früherer Baudezernent Wolfgang Heinrich kennt die Geräte noch aus seinem Arbeitsleben. Für andere Besucher ist es eine Reise in eine andere Welt. Am Samstag hat in Halle-Diemitz ein neues Museum eröffnet.

Computerenthusiasten haben ihr Computer- und Technikmuseum „Rechenwerk“ in einem ehemaligen Getränkemarkt in der Saalfelder Straße eröffnet. Und dort bekommt man einen umfangreichen Einblick in die DDR-Computertechnik. PCs, Computerterminals, Drucker … etwa zwei Drittel der alten Maschinen sind noch funktionsfähig wie der Nadeldrucker K6314, PC 1715 oder der RFT-Bürocomputer MC 80.22 mit eingebautem Grünmonitor sowie Kassettenrekorder & EPROM Brenner. Den Abrechnungsautomat daro 382 kennt sicher noch so mancher aus der DDR-Buchhaltung. Auch Telefone, Rechnenmaschinen aus der Vorkriegszeit und DDR-Bildschirmen haben die Computerfreaks zusammengetragen. Lochkarten, 5 ½-Zoll-Disketten, Magnetbänder – Technikinteressierte können hier in Erinnerungen schwelgen. Das Highlight ist aber der „Poly Play ESC 3“, der einzige Spielautomat der DDR. Der funktioniert noch immer und so können Besucher „Abfahrtslauf“ oder „Autorennen“ spielen.

Halles Bildungsdezernent Tobias Kogge dankte den ehrenamtlichen Vereinsmitgliedern für ihre Arbeit. Dadurch erhalte man einen guten Einblick in die Entwicklung der Computertechnik über die Jahrzehnte. Zur Eröffnung zeigten die Initiatoren ein kleines Beispiel. Sie zeigten einen riesigen 4kb-Arbeitsspeicher-Chip und im vergleich dazu die heutige 2GB-Miniatur-Ausgabe.

Geöffnet ist das Museum immer freitags ab 16 Uhr. Gesucht werden noch weitere Exponate. Neben Computertechnik sind auch Benutzerhandbücher und Literatur interessant.

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