Circus Afrika: Tierschützer protestieren gegen Wildtiere

8. März 2013 | Vermischtes | 9 Kommentare

Etwa 30 Tierschützer haben am Freitagabend in der Silberhöhe gegen Wildtiere im Zirkus protestiert. Anlass war der durchaus umstrittene Circus Afrika, der zur Zeit in der Willi-Bredel-Straße seine Zelte aufgeschlagen hat.

Mit ihrer Aktion wollten die Aktivisten Zirkusbesucher aufklären. Für die Tiere seien die Vorführungen keinesfalls Spaß, sondern Qualen, hieß es. Die Zirkusbesucher wollten davon nichts wissen. Viele von ihnen reagierten gereizt, einige beschimpften die Tierschützer auch mit Wörtern wie „Schweine“ oder „Zur DDR-Zeiten hätte man was anderes gemacht.“ Andere Zaungäste erklärten den Tierschützern, für die Kinder sei es ein Erlebnis und den Tieren gehe es gut.

Doch für die Tierschützer ist der Zirkus, der nach ihren Angaben bereits mehrfach seinen Namen gewechselt hat, kein Unbekannter. Seit 2000 sei es laut Initiator Kristjan Schmidt ganze 15-mal zu Ausbrüchen der Elefanten gekommen, weil ihre Gehege nicht ausreichend gesichert waren oder sie unbeaufsichtigt an öffentlichen Plätzen angebunden wurden. So passiert ist es auch im März 2011. Damals liefen die Elefanten frei umher, kramten mit ihren Rüsseln sogar in Müllcontainern.

Und auch einen Wunsch an die Kommunalpolitiker äußerten die Tierschützer am Freitagabend bei ihrer Aktion. „Lieber Stadtrat von Halle (Saale), wir bitten um einen Beschluss, der Wildtiere im Zirkus auf kommunalen Flächen verbietet.“

Und vom Zirkus selbst? Da schallte es „wer keine Tiere im Zirkus will soll ins Variete gehen“ durch Otto Weisheit herüber. Er sieht durch die Tierschützer seine Existenz gefährdet. Und ein schlechter Zustand der Elefantendame, die am Donnerstag über den Markt schlenderte? Weisheit verweist auf Lizenzen.

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