Christoph Bergner übernimmt die Patenschaft für russlanddeutsches Demokratie-Projekt

4. Dezember 2013 | Vermischtes | 1 Kommentar

Vor wenigen Tagen hat der hallesche Bundestagsabgeordnete und Aussiedlebeauftragte der Bundesregierung. Dr. Christoph Bergner (CDU), die Patenschafts-Urkunde für das Projekt „Deutsche aus Russland für Demokratie“ unterschrieben.

Mit dem Projekt, das über das Bundesprogramm „Zusammenhalt durch Teilhabe“ gefördert wird, sollen Demokratieberaterinnen- und Berater aus den Reihen der Deutschen aus Russland in den neuen Bundesländern ausgebildet und lokale Maßnahmen der landsmannschaftlichen Gliederungen zur Stärkung einer demokratischen Beteiligung und zur Sensibilisierung für die Gefahren des Rechtsextremismus und Antisemitismus unterstützt werden.

Dr. Christoph Bergner wird die Projektumsetzung begleitend unterstützen und bei Bedarf seine fachliche Expertise als politisch Verantwortlicher und als Beauftragter der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten in den Umsetzungsprozess einbringen.

Mehr als 20 aktive Verbandsmitglieder der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland e. V. hatten sich Mitte November in Halle (Saale) getroffen, um sich über die Zusammenarbeit im Rahmen des Projektes „Deutsche aus Russland für Demokratie“ auszutauschen. Es wurde intensiv über die Beteiligung der Deutschen aus Russland und über die Rolle ihrer Vereine bei der Mitgestaltung von gesellschaftlichen Prozessen vor Ort diskutiert.

Nach der Führung durch die Gedenkstätte an die Opfer des Totalitarismus „Roter Ochse“ fand die Präsentation der Projektziele und Inhalte statt. Zu den Teilnehmerinnen und Teilnehmern sprach
Dr. Christoph Bergner, Beauftragter der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten. Die politische Bildung soll bei Deutschen aus Russland aufgrund ihrer Geschichte und Mentalität spezifische Ansatzpunkte haben. Um der Passivität und Enttäuschung ihrer Landsleute entgegenzuwirken und sie zum Einmischen zu motivieren, müssen die Deutschen aus Russland „das Thema selbst in die Hand nehmen“. Rückgrat der Demokratie, so Bergner, sind Vereine und Verbände. Er begrüße die Tatsache, dass gerade die Landsmannschaft der Deutschen aus Russland e. V. als der größte Dachverband der Spätaussiedler und ihre größte Vertretung in den neuen Bundesländern sich vor die Herausforderungen der Projektarbeit im Bereich der politischen Bildung gestellt habe. Das Projekt soll helfen, die landsmannschaftliche Gesinnung der Deutschen aus Russland ebenso wie ihr Bekenntnis zur Demokratie und zum Grundgesetz zu stärken. In Anwesenheit vom Aussiedlerbeauftragten haben 15 Teilnehmer eine Mitwirkungsvereinbarung unterschrieben und somit sich bereit erklärt, an der Ausbildung zur Demokratieberaterin / zum Demokratieberater teilzunehmen und anschließend ehrenamtlich in den regionalen Verbandsstrukturen tätig zu werden.

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