Chance 2015: Messe für Aus- und Weiterbildung in Halle startet

15. Januar 2015 | Vermischtes | Keine Kommentare

Welche Ausbildung kommt für mich in Frage? Wie sind die Chancen für die Gründung einer eigenen Firma? Und welche Arbeitsplätze gibt es in der Region? Antworten auf diese und mehr Fragen gibt die Bildungs-, Job- und Gründermesse „Chance 2015″, die am Freitag und Samstag (16. und 17. Januar 2015) in Halle stattfindet. Knapp 250 Aussteller bieten auf rund 8.500 m² Ausstellungsfläche Informationen zu den Themen Berufsorientierung, Aus- und Weiterbildung, Studium, Job und Karriere sowie Gründung und Selbstständigkeit. Geöffnet ist an beiden Tagen von 9 bis 18 Uhr.

Auf 121 Quadratmetern präsentiert die Handwerkskammer Halle am 16. und 17. Januar 2015 auf der Chance-Messe Handwerk zum Ausprobieren. „Wie schon in den Vorjahren möchten wir den Schülerinnen und Schülern ein möglichst umfangreiches Bild von der Berufsvielfalt im Handwerk aufzeigen“, beschreibt Thomas Keindorf, Präsident der Handwerkskammer Halle, das Ziel des Messeauftritts.„Um das Handwerk erlebbar zu machen, haben wir uns starke Partner an den Stand geholt: Die Gebäudedienstleisterinnung wird den Beruf des Gebäudereinigers vorstellen, die Zweiradmechaniker-Innung über alle Berufe rund um Fahrrad und Motorrad informieren. Wen mehr Räder an einem Fahrzeug interessieren, wird bei der Kraftfahrzeugtechnikerinnung Halle fündig, die die „Autoberufe“ vorstellen wird. Besonders freue ich mich, dass wir über den Landesinnungsverband der Schornsteinfeger Sachsen-Anhalt und der Firma Kind-Hörgeräte zwei weitere Handwerksberufe vorstellen können, die nur selten auf solchen Berufsfindungsmessen gezeigt werden“, fasst Keindorf das Angebot zusammen. Er lädt alle Schülerinnen und Schüler ein, sich über Chancen für eine Berufsausbildung in einem der rund 100 verschiedenen Ausbildungsberufe des Handwerks, von A wie Augenoptiker bis Z wie Zweiradmechatroniker, im Bezirk der Handwerkskammer Halle zu informieren.

Die Schüler haben auf der Messe die Möglichkeit, sich über die vielfältigen Ausbildungsberufe, duale Studiengänge und Praktikumsmöglichkeiten bei Netto Marken-Discount zu informieren. „Gut qualifizierte, motivierte Mitarbeiter sind die wichtigste Voraussetzung für unseren langfristigen Unternehmenserfolg. Entsprechend haben die Rekrutierung von engagierten Nachwuchskräften und die Weiterbildung unserer Beschäftigten für uns hohe Priorität“, so Christina Stylianou, Leiterin der Unternehmenskommunikation von Netto Marken-Discount. Auch 2015 ermöglicht der Lebensmittel-Discounter bundesweit über 2.000 jungen Menschen den Start in eine zukunftsorientierte Ausbildung. Von Verkäufer/in über den Fachinformatiker/in und Fachlagerist/in bis hin zur Kauffrau/-mann im Groß- und Außenhandel – Netto Marken-Discount bildet in 14 verschiedenen Berufen aus. Das Unternehmen bietet Jugendlichen ein spannendes Arbeitsumfeld, denn die Netto-Azubis erhalten bereits früh die Möglichkeit, Verantwortung zu übernehmen. Während ihrer Berufsausbildung lernen sie alle relevanten Aufgabenbereiche ihres künftigen Berufs kennen – vom intensiven Kundenkontakt im Markt bis hin zu Bestellabläufen und Warenkunde. Die Chancen nach einem erfolgreichen Abschluss der Ausbildung übernommen zu werden, sind sehr gut: So verspricht Netto Marken-Discount seinen Nachwuchskräften eine Übernahmegarantie bei besonders guten theoretischen sowie praktischen Leistungen während der Ausbildung. Auszubildende haben zudem nach bestandener Ausbildung die Möglichkeit, an speziellen Entwicklungsprogrammen teilzunehmen. In ein bis zwei Jahren qualifizieren sich die Nachwuchskräfte dazu, Führungspositionen zu übernehmen. 2015 hat das Unternehmen zudem erneut rund 30 Duale Studienplätze für handelsaffine Abiturienten geschaffen: Die angehenden Studenten können zwischen fünf Fachrichtungen wählen: Einzelhandel, Großhandel/Verwaltung, Logistik, Steuern und Prüfungswesen jeweils mit Abschluss „Bachelor of Arts“ sowie Wirtschaftsinformatik mit dem Abschluss „Bachelor of Science“. Innerhalb von drei Jahren bereitet der Discounter die jungen Nachwuchskräfte auf eine Führungsposition bei Netto Marken-Discount vor: Durch die Kombination aus theoretischem Wissen und Praxisphasen in den entsprechenden Unternehmensbereichen erhalten die Studierenden eine umfangreiche Berufsqualifikation.

Die Berufsgenossenschaftlichen (BG) Kliniken Bergmannstrost stellen ihre Ausbildungsberufe Gesundheits- und Krankenpfleger und Kaufmann im Gesundheitswesen auf vor. Auf der Bildungs-, Job- und Gründermesse für Mitteldeutschland verwandelt sich dazu der Messestand in Halle 1, Stand C7 in ein Krankenzimmer. Neben einem Patientenbett erlauben eine Erste-Hilfe-Puppe und ein mobiler Dokumentationswagen Einblicke in die Arbeitswelt des überregionalen Unfallkrankenhauses. Dazu stehen Auszubildende und Personalverantwortliche den Besuchern Rede und Antwort. Interessenten können ihre Bewerbungsmappe während der Messe direkt am Stand abgeben. 2015 bildet das Bergmannstrost insgesamt 22 Auszubildende aus. Zwei starten im August ihre Lehre als Kaufmann im Gesundheitswesen und zwanzig beginnen im September ihre Ausbildung als Gesundheits- und Krankenpfleger. Die Bewerbungsfristen laufen noch bis Ende Januar und Ende Februar. Mit seinen zahlreichen Spezialisierungsmöglichkeiten stellt sich das Berufsbild Gesundheits- und Krankenpfleger vielseitig und zukunftssicher dar. Hinzu kommen individuelle Karrierechancen und Entwicklungsmöglichkeiten. Die Ausbildung erfolgt über drei Jahre und gliedert sich in theoretische und praktische Abschnitte. Parallel besteht die Möglichkeit, ein ausbildungsintegriertes Studium der Gesundheits- und Pflegewissenschaften an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg zu absolvieren. Auf diese Weise können Auszubildende innerhalb von vier Jahren einen Berufsabschluss und den akademischen Hochschulabschluss Bachelor of Science erwerben. Der Unterricht erfolgt in fächerübergreifenden und handlungsorientierten Lerneinheiten. Dabei werden fachliche, soziale, kommunikative, persönliche und methodische Kompetenzen vermittelt. Im Bergmannstrost lernen die Auszubildenden in den Bereichen Unfallchirurgie, Innere Medizin, Neurochirurgie, Allgemeinmedizin, Neurologie, Intensivmedizin, Plastische Chirurgie sowie im Zentrum für Brandverletzte und im Zentrum für Rückenmarkverletzte.
Innerhalb der Ausbildung sind regelmäßig praxisorientierte Projekte eingebunden. So gestalten die Auszubildenden im ersten Ausbildungsjahr den jährlichen „Händehygienetag“ aktiv mit. Eine praxisorientierte Prüfungsvorbereitung und Kompetenzförderung erfahren die Schüler des dritten Ausbildungsjahres im Projekt „Motivstation“. Hier übernehmen sie eigenständig die Leitung einer kompletten Station in der Klinik.
Die Bewerber sollten mindestens 17 Jahre alt sein und einen guten bis sehr guten Realschulabschluss oder Abitur vorweisen können. Neben der Freude am Umgang mit Menschen sollten sie Interesse an pflegerisch-medizinischen Themen, Verantwortungsbewusstsein und Lernbereitschaft mitbringen.
In der dreijährigen Ausbildung zum Kaufmann im Gesundheitswesen erwerben die Auszubildenden umfangreiche Kenntnisse in einem Krankenhaus der Maximalversorgung. Nach erfolgreichem Abschluss können sie eigenständig kaufmännische und verwaltende Aufgaben in einer Einrichtung des Gesundheitssektors qualifiziert übernehmen. Während der Ausbildung lernen die angehenden Kaufleute in folgenden Bereichen der Krankenhausverwaltung: Finanzbuchhaltung, Poststelle, Archiv, Einkauf, Sekretariatsbereiche, Patientenmanagement, Medizincontrolling, Personalabteilung und Qualitätsmanagement. Die betriebliche Ausbildung wird von den Berufsbildenden Schulen für Gesundheit, Körperpflege und Sozialpädagogik Halle begleitet. Bewerber sollten neben einem guten Realschulabschluss oder Abitur vor allem gute Kenntnisse in den Fächern Deutsch und Mathematik mitbringen. Ein Interesse an medizinisch-kaufmännischen Themen sowie Engagement und Spaß an der Teamarbeit und im Umgang mit Menschen wird ebenfall erwartet.

Bereits zum zwölften Mal beteiligt sich die Industrie- und Handelskammer Halle-Dessau (IHK) an der Bildungsmesse „Chance“. Die Aus- und Weiterbildungsberater der IHK stehen in Halle 1, Stand C 4 allen Interessierten zu Fragen der Berufswahl Rede und Antwort. Nach dem Motto „Plan B: Es gibt immer eine Alternative“ wird in diesem Jahr ein Projekt der IHK-Auszubildenden für Schülerinnen und Schüler auf der Messe vorgestellt. Durch ein Rollenspiel stellen die angehenden Bürokaufleute die Bedeutung der dualen Berufsausbildung dar und zeigen mögliche Hürden bei der Berufswahl auf. Findet man nicht auf Anhieb seinen Traumberuf, so ist es gut, einen Plan B zu haben. Denn nur durch eine abgeschlossene Berufsausbildung ebnet man sich den Weg in eine erfolgreiche berufliche Zukunft. Das zeigt auch der Slogan des Rollenspiels „#Zukunft: ein Rollenspiel@Plan-B-Sucher“. Außerdem werden mit der IHK-Lehrstellenbörse und der IHK-Stipendieninitiative weitere Wege der Berufsorientierung für angehende Azubis und Studenten vorgestellt. Im Bereich der Existenz- und Unternehmensgründung ist die IHK am Gemeinschaftsstand des Gründernetzwerkes HALLE-SAALEKREIS in Halle 4, Stand B 2 vertreten. Hier lockt am 17. Januar 2015 der Gründertag mit zahlreichen Fachvorträgen zum Gründungsgeschehen sowie interessanten Interviews mit renommierten Unternehmern aus der Region.

Auch die Arbeitsagentur ist vor Ort (Halle 1 Stand B – 4). „Für Beratungen stehen meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter umfassend an beiden Tagen zur Verfügung“ sagt Agenturchefin Petra Bratzke. Das Beratungsangebot umfasst jedoch nicht nur Aspekte zur Berufsorientierung sondern auch zur Arbeitssuche, Qualifizierung und Existenzgründung. Im Gründercafe (Halle 4 Stand B – 2) steht täglich ein Ansprechpartner der Agentur für Arbeit Halle zur Verfügung. Interessierte können sich hier zu Fördermöglichkeiten bei Existenzgründung beraten lassen.

Auf der Messe Chance ist zudem das Gründernetzwerk mit kompetenten Partnern und einem eigenen Stand vertreten. Mehrere Experten des Netzwerkes aus den Fachgebieten Gründung, Finanzen, Controlling, Marketing, Kommunikation und Verwaltung stehen Existenzgründern Rede und Antwort und beleuchten in Fachvorträgen und Workshops alle Aspekte einer erfolgreichen Unternehmensgründung. Das Netzwerk verfolgt das Ziel, die Angebote der Gründungsunterstützung zu bündeln und so die Vernetzung und Information der Gründer in der Region zu befördern. Zusätzlich bietet das Gründernetzwerk Halle-Saalekreis Onlinehilfen für Existenzgründer.
„Das Netzwerk ist ein Angebot aus Beratung, Erfahrungsaustausch und gelebtem Netzwerk“, erklärt André Schulz, Sprecher des Netzwerkes. „Um diesem Charakter noch mehr Glanz zu verleihen, führt das Gründernetzwerk Halle-Saalekreis auf der Messe Chance am Samstag, 17.01.2015 eine „Gründer Kontakt Lounge“ durch. Die Gründerlounge gibt Raum für Dialog, Begegnung und vielleicht entstehen sogar Geschäftsbeziehungen.“ so Schulz weiter. Für Schüler/-innen wartet ein Gründerquiz mit Preisverleihung. „Durch den Wandel der Wirtschaft verändert sich die Arbeitswelt, die Selbstständigkeit wird immer mehr zu einer realistischen Lebensalternative, gerade für junge Menschen“, sagte Schulz.

Vor Ort sind auch die Jahresringe. „Viele der älteren Langzeitarbeitslosen haben große Zweifel an ihren fachlichen Kompetenzen. Doch wir zeigen ihnen im Projekt, welche Potenziale noch in ihnen stecken, und verhelfen ihnen zu einer neuen beruflichen Perspektive“, erklärt Karola Schadly, Paktkoordinatorin des Beschäftigungspaktes Jahresringe. Interessierte, die gerne mehr über den Beschäftigungspakt Jahresringe und sein Leistungsspektrum erfahren möchten, können gerne den Jahresringe-Stand besuchen.

Azubis der Stadtwerke präsentieren sich live. In der Halle Messe am Stand B 2 in Halle 2 können die jungen Berufseinsteiger auf Herz und Nieren befragt werden. Derzeit bildet der kommunale Ver- und Entsorger in 13 Berufen aus und bietet aktuell noch einen freien Ausbildungsplatz als Gebäudereiniger(-in), beginnend ab September 2015. Der Bewerbungsschluss wurde hierfür bis zum 31. Januar 2015 verlängert. Angeboten werden folgende Ausbildungen: Kaufmann(-frau) für Büromanagement, Sportfachmann(-frau), Fachangestellte(r) für Bäderbetriebe, Anlagenmechaniker(-in) für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik, Fachkraft für Kreislauf- und Abfallwirtschaft, Berufskraftfahrer(-in), Fachmann(-frau) für Systemgastronomie, Industriemechaniker(-in), Elektroniker(-in) für Betriebstechnik, Gebäudereiniger(-in), Fachkraft im Fahrbetrieb, Gleisbauer(-in) und Kfz-Mechatroniker(-in).

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