BWG-Erlebnishaus macht ab Oktober auf der Saline weiter

28. Juni 2013 | Vermischtes | 6 Kommentare

Das Hochwasser der Saale hat auch das BWG-Erlebnishaus an der Eissporthalle schwer beschädigt, Schäden von mehr als 100.000 Euro angerichtet, hinzu kommen die Schäden an der Bausubstanz. Doch es geht weiter – an einem neuen Standort.

Ziel ist es, im alten Karstadt-Technik-Zentrum, das heute zum Wohnzentrum Lührmann gehört, auf der Saline am 1. Oktober wieder die Pforten zu öffnen. Dort gibt es sogar mehr Platz als bisher. Nicht nur der Indoor-Spielplatz wird mehr Platz bieten, auch der Bereich des Erlebniszentrums. Mehr Bewegungsflächen solle es geben, erklärte BWG-Vorstand Lutz Haake. Nächste Woche soll der Vertrag zwischen BWG und Lührmann unterzeichnet werden. Ein ambitioniertes Ziel. „Es ist kein Dauerlauf, es ist ein Sprint.“

„Wir waren an dem Punkt angekommen zu sagen, wir wollen expandieren“, so Haake. Dies sei einen Monat vor der Flut gewesen. Weil die jetzige Halle schimmele, sei man durch Internetrecherche auf den neuen Standort gekommen. „Wir werden natürlich noch über die Konditionen debattieren.“ Wie Haake sagte, hätten Schulen für das Erlebnishaus gesammelt. „Das Haus wird also angenommen.“ Er zeigte sich glücklich darüber, dass man einen in Halle bekannten Partner gefunden habe. „Wir sind jetzt optimistisch.“ Der Fluthilfe-Antrag sei bereits positiv beschieden worden. Auch die EVH wolle finanziell unterstützen. Das Objekt in drei Monaten herzurichten sei zwar ambitioniert, das habe man 2009 aber auch geschafft.

Wie Helmut Lührmann sagte, seien unmittelbar neben dem Gebäude 50 Parkplätze vorhanden. Zwar könne man nicht so große Summen wie andere Unternehmen spenden, aber materielle Hilfe bereitstellen. „Ich denke das ist für die Stadt Halle eine große Hilfe.“ Einen Meter Luft habe man am Gebäude noch gehabt beim letzten Hochwasser, Sorgen müsse man sich also nicht machen.

Lutz Haake rechnet mit Kosten von 200.000 Euro. Man wolle eine Qualität wie am Gimritzer Damm anbieten. Positiv hob er die gute Verkehrsanbindung hervor. Eine Straßenbahnhaltestelle sei vor der Tür, ein wichtiger Radweg geht vorbei und aus der Innenstadt sei der Standort zu Fuß gut erreichbar. Angeboten werden soll das selbe Angebot wie am Gimritzer Damm, sämtliche Spielgeräte konnte man retten. Hinzu kommen künftig weitere Angebote wie Teppich-Curling, Tischtennisplatten, zwei Hüpfburgen, Trampolin … die alte Empore wolle man mitnehmen. Der Kletterturm sei dagegen durch das Hochwasser kontaminiert. Auch Veranstaltungen soll es wieder geben, in der alten Halle habe es 180 Veranstaltungen im vergangenen Jahr gegeben. Zudem wolle man die Nutzer mit einbeziehen und fragen, was diese vermissen.

1.600 Quadratmeter hat die neue Halle, die alte Turnhalle am Gimritzer Damm war 1.000 Quadratmeter groß. „Wir schätzen das als eine händelbare, bespielbare Größe ein.“ Ziel sei es, die Preise so zu lassen, das sei aber noch nicht ganz klar.

Erste Gespräche habe es mit dem Congrav e.V. gegeben, der in Neustadt die Skaterbahn gestaltet. Mit diesem wolle man die Gestaltung der Fassade realisieren. Dazu sei man im Kontakt mit dem Quartiersmanagement Neustadt.

Das zerstörte alte Erlebnishaus

Das alte Gebäude, in dem 2009 das Erlebnishaus öffnete, ist derzeit in einem nicht nutzbaren Zustand. Die Inneneinrichtung, wie Spielgeräte, Kletterturm und Hüpfburgen sind fast vollständig zerstört. Große Teile der Bausubstanz, insbesondere Fußböden und Wände, sind unbrauchbar. Und selbst nach Wiederherstellung besteht hier die Gefahr weiterer Überflutungen. Etwa eine Woche, so Haake, habe man überlegt, an den alten Standort zurückzukehren.. Wegen der großen Schäden habe man das verworfen.

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