Bus-Gestaltung: HAVAG kürt zwei Gewinner-Teams

16. Dezember 2013 | Vermischtes | 1 Kommentar

Wie sehen die neuen halleschen Busse aus? Dazu hat die Hallesche Verkehr-AG (HAVAG) einen Gestaltungswettbewerb durchgeführt und nun die Gewinner gekürt.

Vier Teams – darunter drei aus dem Burg-Absolventen Designhaus und die Freiraumgalerie – hatten in den vergangenen Wochen ihre Entwürfe erstellt. Eine Jury, bestehend aus Vertretern der HAVAG und ihres Fahrgastbeirats, der Burg Giebichenstein, der Agentur Kappa und IFS Design Berlin, wählte aus den Wettbewerbsbeiträgen die beiden Gewinner-Teams Sie erhalten jeweils 1.000 Euro Siegprämie, daneben erhalten alle Teilnehmer 500 Euro Bearbeitungshonorar.

In drei Zonen teilen Constanze Hosp, Hendrik Nater, Oliver Reinecke und Matthias Zänsler in ihrem Entwurf den Fahrgastraum ein. Direkt hinter dem Fahrer soll es eine Ruhezone geben, in der Mitte des Fahrzeugs ist der kommunikative Bereich angesiedelt und am Ende eine Lounge. Die Künstler setzen auf Formholzsitze. Fahrgastbefragungen hätten ergeben, dass diese als hygienischer angesehen werden als Stoffsitze.

Regionale und lokale Bezüge wie beispielsweise das Stadtwappen wollen Christian Günther, Sven Lutzack und Nele Dittmar einfließen lassen. Ein Drehspiel soll es an den Haltestangen geben, damit Kinder sich so die Zeit vertreiben können. Auf den Entwürfen ist ein Holzfußboden zu sehen. Der lässt sich in der Form zwar nicht umsetzen, aber als PVC-Belag mit diesem Muster schon. Die Lautsprecher sollen in Form eines Stadtwappens ausgeführt werden. Auch andere lokale Bezüge wie die fünf Türme oder der Komponist Georg Friedrich Händel sollen in den Fahrzeugen ihren Platz finden – in jedem Bus auf eine andere Weise. So sollen die Hallenser mit verschiedenen Persönlichkeiten durch die Stadt fahren.

Insgesamt 30 neue 12 Meter lange Busse sollen kontinuierlich bis 2018 geliefert werden. Zudem werden die neuen Busse auch mit Monitoren zur Fahrgastinformation ausgestattet. Laut HAVAG-Chef Vincenz Schwarz erwarte man im Frühjahr die Ausschreibungsergebnisse und werde dann mit den Herstellern in Kontakt treten, was möglich ist.

Schwarz lobte die gute Qualität der Entwürfe und die innovativen Ideen. Man habe bewusst zwei Sieger gekürt. Dass kontrovers über die Entwürfe diskutiert werden kann, ist Schwarz bewusst. Doch man müsse auch polemisieren. Die Teilnehmer hätten darauf geachtet, die Funktionalität der Fahrzeuge zu steigern, ohne die Sicherheit zu beeinträchtigen. Die Ideen sollten auch die Atmosphäre verbessern. Großer Wert wurde auf Behaglichkeit gelegt, um dem Fahrgast ein möglichst positives Erlebnis und eine angenehme Fahrt zu bieten.

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