Burg Giebichenstein in Halle: Zugang nur noch mit Drehkreuz

18. Januar 2013 | Vermischtes | 2 Kommentare

Um Personalkosten zu sparen sind ab diesem Jahr keine Mitarbeiter mehr auf der Oberburg der Burg Giebichenstein tätig. Das Wahrzeichen von Halle auf dem Felsen über der Saale soll künftig per Drehkreuz zugänglich sein. Das teilte die Stadtverwaltung auf Nachfrage mit.

Beim angedachten Modell für das Drehkreuz würden nach derzeitigem Stand voraussichtlich in den ersten fünf Jahren monatliche Kosten von 2.153,90 Euro anfallen. Im Jahr müsste die Stadt also 25.846,80 Euro zahlen. Eine deutliche Einsparung gegenüber der bisherigen Situation, zumal die Kosten durch die Einnahmen aus den Eintrittsgeldern kompensiert werden können. Die lagen in den letzten Jahren bei etwa 23.500 Euro. Ab dem 6. Betriebsjahr würden die jährlichen Kosten sogar auf 13.994,40 Euro sinken, weil die Mietkaufrate ab dem 60. Monat wegfällt.

Bislang musste die Stadt 88.000 Euro pro Jahr obendrauf zahlen, um die Oberburg offen zu halten. Im Zuge der Haushaltskonsolidierung wollte die Stadt deshalb im letzten Jahr die Burg komplett schließen.

Burg Giebichenstein

Burg Giebichenstein

Dieses Szenario scheint nun abgewendet, sofern die Denkmalschutzbehörden keine Einwände. Dann beginnt am 1. April 2013 nach der Winterpause die neue Saison und die Burg ist wieder für Besucher zugänglich. Wer den Aufstieg auf den Burgfelsen unternimmt, wird mit einem imposanten Blick über das Saaletal belohnt, den man auch vom 22 Meter hohen Turm auf der Oberburg genießen kann. Durch das Drehkreuz kann die Burg nun sogar schon um 9 statt bislang 10 Uhr geöffnet werden.

Print Friendly, PDF & Email
2 Kommentare

Kommentar schreiben