Bundesverdienstorden für Hallenserin und Teutschenthaler

17. September 2015 | Vermischtes | 1 Kommentar

Ministerpräsident Dr. Reiner Haseloff hat am Mittwoch in der Staatskanzlei Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland an zwei Bürgerinnen und vier Bürger überreicht. Die Orden wurden von Bundespräsident Joachim Gauck verliehen. Unter den Ausgezeichneten waren Dr. Irmtraud Herms aus Halle (Saale) und Joachim Jahnke aus Teutschenthal.

Haseloff hob bei dieser Gelegenheit die Bedeutung ehrenamtlichen Engagements für das Funktionieren der demokratischen Gesellschaft hervor: „Die hohe gesellschaftliche Bedeutung des Ehrenamtes zeigt sich im jahrelangen Engagement vieler Bürgerinnen und Bürger, die selbstlos und mit großem Einsatz ganz wesentlichen Anteil am Funktionieren unseres Gemeinwesens haben.“

Die 72-jährige Afrikanistin Irmtraud Herms wird für Ihren langjährigen verdienstvollen Einsatz für die interkulturelle Zusammenarbeit mit Tansania und der dortigen Kirche ausgezeichnet. Ihre berufliche Tätigkeit als wissenschaftliche Mitarbeiterin wurde mehrfach unterbrochen von Aufenthalten in Tansania als Gastlektorin für Swahili. Dort brachte sie den Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus ganz Deutschland Sprache und Land näher. Gleichzeitig leistete sie einen wichtigen Beitrag für die partnerschaftlichen Beziehungen zwischen der früheren Kirchenprovinz Sachsen und ihren tansanischen Partnern. Seit ihrem Eintritt in den Ruhestand 2003 bietet sie Kirchenmitgliedern und anderen Interessenten erneut Sprachkurse an. Es ist vor allem Herms´ Verdienst, dass sich die Partnerschaft der Paulusgemeinde Halle und der tansanischen Gemeinde Ukalawa positiv entwickelt hat und dass sie lebendig geblieben ist. Im Tansania-Ausschuss der Kirchenprovinz Sachsen und später im Tansania-Beirat der Evangelischen Kirche Mitteldeutschland brachte sie ihre Erfahrungen und Sprachkenntnisse ein. Haseloff sagte in seiner Laudatio: „Ihr ehrenamtliches Engagement in der Evangelischen Kirche hat dazu beigetragen, dass die partnerschaftlichen Beziehungen nach Tansania erhalten geblieben sind und in den letzten Jahren weiterentwickelt werden konnten. Sie tragen dazu bei, dass das christliche Zeugnis von der Mitmenschlichkeit auch über Grenzen getragen wird und Gemeinschaft unter den Völkern gestiftet werden kann.“

Der 77-jährige Fuhrunternehmer Joachim Jahnke wird für sein herausragendes ehrenamtliches Engagement in unterschiedlichen Bereichen geehrt. Seit 20 Jahren arbeitet er im Gemeinderat von Teutschenthal mit. Seit 2004 ist er Vizepräsident der Industrie- und Handelskammer Halle-Dessau und leitet zwei ihrer Ausschüsse. Daneben engagiert er sich an führender Stelle im Motorsportclub Teutschenthal, seit 2004 als sein Vorsitzender. Er trug an führender Stelle dazu bei, dass sich der Teutschenthaler Talkkessel zu einer beliebten Motocrossstrecke entwickelte. Dank seines unermüdlichen Einsatzes hat sich der Verein zu einem weltweit führenden Veranstalter entwickelt und wurde Ausrichter von jährlichen WM-Läufen. Maßgeblich hat er dazu beigetragen, dass als Höhepunkt der Vereinsgeschichte 2013 der „FIM Motocross of Nations“ nach 24 Jahren erstmals wieder in Deutschland stattfand. Der Ministerpräsident würdigte Jahnkes Verdienste in Kommunalpolitik und im Rahmen der IHK und sagte: „Demokratie ist nur dann erfolgreich, wenn Menschen ihre Bürgerpflichten ernst nehmen und auch erfüllen. Sie haben mit Ihrem Engagement ein Beispiel gegeben, das gerade in unseren Zeiten wichtig ist.“ Darüber hinaus hob Haseloff die Arbeit Jahnkes im Bereich des Motorsports hervor und sagte: „Sie haben dem Motorsport in Sachsen-Anhalt ein Gesicht gegeben und das ist Standortwerbung, wie man sie sich nur wünschen kann!“

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