Bürgerumfrage: Hallenser immer zufriedener mit ihrer Stadt

18. Juni 2013 | Vermischtes | Keine Kommentare

Die Hallenser sind immer zufriedener mit ihrer Stadt. Das ist das Ergebnis der neuesten Bürgerumfrage. 6.000 Hallenser waren per Zufall ausgewählt worden und bekamen einen Fragebogen. 2.929 von ihnen antworteten auch.

Professor Reinhold Sackmann von der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg sprach von einer langfristigen Gesundung der Stadt. Zufriedenheit und Identifikation seien gestiegen. Die Wohnumgebungszufriedenheit liege jetzt bei 70 Prozent, ein Plus von 5 Prozent gegenüber 2009. 67,2 Prozent gaben an, mit ihrem Leben im Allgemeinen zufrieden zu sein. Die höchste Zufriedenheit gibt es in Heide-Süd, die geringste in der Silberhöhe und Heide-Nord.

Für 87,8 Prozent ist Halle eine bedeutende Wissenschafts-, Universitäts- und Hochschulstadt. 73,9 Prozent bezeichnen Halle zudem als Stadt der Kultur und Künste. Für 73,5 Prozent der Befragten ist es eine Stadt mit guten Bildungseinrichtungen, für 70,7 Prozent eine Stadt mit viel Grün und 68,8 Prozent sagen, Halle ist eine Stadt, in der man sich zu Hause fühlen kann.

Eine deutliche Zunahme gebe es bei gutverdienenden Einwohnern. Elf Prozent der Hallenser haben ein Einkommen von mehr als 3.500 Euro, im Jahr 2004 waren es nur vier Prozent. Dies hänge mit der Reurbanisierung zusammen, so Sackmann. „Die Umlandabwanderung kehrt sich um.“ Sprich: es gibt eine Rückwanderung von Gutverdienern aus den Dörfern des Umlandes zurück in die Stadt. Das bringe aber auch für die Stadtpolitik neue Herausforderungen. So wachse eine neue bürgerliche Schicht heran, die stärker Mitbestimmen wolle, so Sackmann. Die CDU wird von 31,4 Prozent der Hallenser präferiert, die SPD von 24,2 Prozent, Die Linke mit 18,9 Prozent und die Grünen mit 12,7 Prozent. FDP (2 Prozent) und Piraten (3,3 Prozent) haben derzeit keine Basis in Halle.

Die Hauptsorgen der Hallenser seien materieller Natur, so beispielsweise die Angst, den Arbeitsplatz zu verlieren. Nur 8,7 Prozent schätzen wirtschaftliche Lage der Stadt als gut ein. Die Zukunftsaussichten bewerten nur 35,8 Prozent als gut, die wirtschaftliche Standortattraktivität 38,3 Prozent. Zudem äußerten die Hallenser Sorgen, dass die Mieten zu sehr ansteigen.

Erkundigt wurde sich in der Umfrage auch nach dem ehrenamtlichen Engagement. 40 Prozent sind demnach Mitglied eines Vereins, 25 Prozent betätigen sich ehrenamtlich. Halle liege laut Sackmann damit „leicht über dem Durchschnitt Ostdeutschlands“ und leicht unter Bundesdurchschnitt.

Hier gibt es die Bürgerumfrage zum Downloaden

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