Bombenfund in Heide-Süd: Kontrollierte Sprengung erfolgt, 2.000 Anwohner wurden evakuiert

20. November 2014 | Vermischtes | 11 Kommentare

In Heide-Süd sind am Nachmittag zwei Bomben aus dem 2. Weltkrieg gefunden worden. Entdeckt wurden sie laut Polizei an der Ecke Granatweg. Dort errichtet die Wohnungsgenossenschaft Frohe Zukunft gerade einen Neubau. Um 22.26 Uhr erfolgte die kontrollierte Sprengung.

Etwa 2.100 Personen in der Einfamilienhaus-Siedlung mussten im 500-Meter-Radius um den Fundort ihre Wohnungen verlassen. Die Evakuierung erfolgte durch die Feuerwehren Dölau, Nietleben, Passendorf, Neustadt und Lettin. 133 Personen wurden in den Betreuungsbereichen Am Stadion 6 und Am Stadion 8 versorgt. „Alle Personen verließen freiwillig ihre Wohnungen, wenn auch vereinzelt erst nach intensiver Kommunikation mit den betroffenen Personen“m so Polizeisprecherin Lisa Wirth.

Die beiden 50-Kilo-Sprengsätze deutscher Fabrikation konnten wegen des Zünders nicht entschärft werden. Aus diesem Grund wurde im Park zwischen Heide-Süd und Halle-Neustadt eine Grube ausgehoben, um die Bomben dort zu sprengen. Mit Krankentragen wurden die beiden Sprengsätze dort hin transportiert, danach mit 20 Tonnen Stroh bedeckt, um die Wucht der Explosion abzufedern. Direkt am Fundort konnten sie nicht gesprengt werden, weil sich Wohnhäuser und wichtige Leitungen in unmittelbarer Nähe befinden.

269 Einsatzkräfte waren vor Ort, 128 standen in Bereitschaft.

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