Bombe in Halle-Diemitz gesprengt, mehrere Häuser beschädigt

19. Februar 2015 | Vermischtes | 2 Kommentare

Am Donnerstagnachmittag ist die am Mittwoch bei Bauarbeiten gefundene Weltkriegsbombe erfolgreich gesprengt worden. Um 14.06 Uhr detonierte der Sprengsatz mit einer 50 Meter hohen Fontäne.
Bombe Sprengung
Das Geschoss amerikanischer Produktion konnte wegen eines deformierten Zünders nicht entschärft werden. Um die Wucht der Detonation abzumildern, war die Bombe in eine mit Sand gefüllte Kuhle gelegt worden, Strohballen sollten Splitter abfangen.

Durch die Trümmerteile der Bombe wurden in der Berliner Straße mehrere Hausdächer, Fassaden und Fensterscheiben beschädigt. Auch geparkte Autos wurden beschädigt. Damit sei aber laut Axel Vösterling vom Technischen Polizeiamt durch die Nähe zu rechnen gewesen.

Betroffene Personen, die Sachbeschädigungen in Zusammenhang mit der Sprengung der Bombe im Umfeld des Fundortes feststellen, können mögliche Ansprüche zur Schadensregulierung bei der Polizeidirektion Sachsen-Anhalt Süd, Merseburger Straße 06 in 06110 Halle bei dem Dezernat 21 geltend machen.

Zwei Hundertschaften der Bereitschaftspolizei und 80 Einsatzkräfte der halleschen Berufsfeuerwehr waren im Einsatz, dazu Kameraden aller elf Freiwilligen Feuerwehren der Stadt. In Vorbereitung der Sprengung mussten 1.000 Einwohner ihre Wohnungen verlassen. Die meisten kamen bei Bekannten unter. Nur ein dutzend Anlieger nutzte die Notunterkunft in der Turnhalle des Grundschule Diemitz. Zudem mussten Straßenbahn-, Bus- und Bahverkehr unterbrochen werden.

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