Böllberger Weg: Verschiebung des Künstlerhauses um elf Meter wird geprüft

25. Juni 2014 | Vermischtes | 25 Kommentare

Das Künstlerhaus 188 könnte möglicherweise um elf Meter in Richtung Westen verschoben werden.

Wie Oberbürgermeister Bernd Wiegand am Mittwoch im Stadtrat erklärte, werde dies gerade durch das Land geprüft. Dabei geht es um die Machbarkeit und um die Kosten. Auf diese Weise könnte Platz für eine breitere Straße gemacht werden.

Anlass ist der Ausbau des Böllberger Wegs. Dafür will die Stadt das Künstlerhaus 188 abreißen lassen. Dies wurde allerdings von der Denkmalbehörde untersagt. Die HAVAG klagt zwar parallel gegen die Entscheidung. Doch darauf will sich die Stadt offenbar nicht verlassen.

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Dieses Thema enthält 25 Antworten und 18 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von  hei-wu vor 3 Jahre, 3 Monate.

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  • #103438

    Das Künstlerhaus 188 könnte möglicherweise um elf Meter in Richtung Westen verschoben werden. Wie Oberbürgermeister Bernd Wiegand am Mittwoch im Stadt
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    #103495

    Soll die Turnhalle/ Ausstellungssaal mi tverschoben werden und das Kino?

     

    Die gehören doch sicher zum erhaltenswertem Ensemble!

    #103505

    Wohl nicht, denn da werden die Anwohner am Weingarten etwas dagegen haben.

    #103507

    In Zürich ist 2012 ein ganz ähnliches Gebäude auch zu Gunsten von Gleisneubauten verschoben worden. Der Spaß hat für 60 m umgerechnet gut 8 Millionen Euro gekostet:

    http://www.srf.ch/news/regional/zuerich-schaffhausen/jahresrueckblick-2012/hausverschiebung-als-zweitaegiges-spektakel

    Selbst wenn die 11 m des Künstlerhauses nur die Hälfte kosten würden: Dieser Aufwand steht in keinem Verhältnis zum Gebäudewert. Stattdessen sollten HAVAG und Stadtverwaltung endlich eine vernünftige Alternative forcieren.

    #103540

    Die Kosten stehen auf jedem Fall im Verhältnis zum Denkmalwert. Ob sie auch im Wert zum irren Blaumilchprojekt Stadtbahn stehen, sei  mal dahigestellt.

    Hei-Wu

    Arbeitsgemeinschaft Rhein-Saale-Kanal, Investmentgruppe Gimritzer Staatsbahnen

     

    #103545

    Soll die Turnhalle/ Ausstellungssaal mi tverschoben werden und das Kino? Die gehören doch sicher zum erhaltenswertem Ensemble!

    Ist der Fußweg nicht vielleicht auch denkmalgeschützt?

     

    #103546

    Nachtrag: Ich habe mir eben Fotos im Internet angesehen. Der Fußweg besteht aus Granitplatten, die durch ihre Risse einen besonderen geschichtlichen Wert besitzen. Vielleicht können Spezialisten die Risse einem ungefähren Zeitraum zuordnen.

     

    #103578

    Es wäre wirklich mehr als erfreulich, wenn man das 188 erhalten würde. Bin mal gespannt, was die Stadt und die HAVAG noch alles unternehmen werden um ein gut erhaltenes Haus für dieses fragwürdige Stadtbahnprogramm abreißen zu können. Nach dem Ausbau der Strecke ist geplant nur noch eine Linie durch den Böllberger Weg fahren zu lassen, dafür soll aber ein Denkmal abgerissen werden. Da liegt der Gedanke nah, dass man sich nur der Betriebskosten für das Haus auf „elegante“ Weise entledigen will.

    #103581

    wofür man in halle doch alles Geld hat….

    Dieser Kasten gehört abgerissen, weil er für seinen ursprünglichen Zweck schon lange nicht mehr gebraucht wird.

    Nehmen wir mal die geschätzen 8 Mio €, oder bloß die Hälfte davon, hinzu käme nochmals Millionensummen, um das Ding zeitgemäß zu renovieren.

    #103592

    Die Marktkirche kann auch weg. Wer besucht denn heute noch einen Gottesdienst?

     

    #103595

    die Marktkirche ist im gegensatz zum „188“ stadtbildprägend und identitätsstiftend.

     

    Die Abrißgegner hätten die Möglichkeit gehabt, die Beseitigung des „188“ mittels Bürgerbegehren und Bürgerentscheid zu stoppen. Aber nicht mal dazu hat es gereicht, weil nicht genügend Akteuere vorhanden waren

    #103596

    Kann nur hoffen, dass dieser Blödsinn nicht umgesetzt wird. Es gibt wahrlich genug andere Möglichkeiten, Geld aus dem Fenster zu schmeißen – auch wenn es ein paar weltfremde Idealisten trifft…

    #103622

    Das 188 bleibt wo es ist.

    Die Stadt muss die Verschiebung der östlich gelegen Stadtteile prüfen. Falls dies nicht möglich ist, hat die stadt die Möglichkeit Halle 23 durchzuführen und die Straßenbahn mit in den unterirdischen Kopfbahnhofplan einzuarbeiten. So kommen wir auch zu unserer U-Bahn, was wiederum die Touristenzahlen explodieren lässt.

    #103637

    die Marktkirche ist im gegensatz zum “188″ stadtbildprägend und identitätsstiftend.

    Na, na, Brägel, du begibst dich mit dieser Argumentation auf gefährliches Terrain.

    Die Baulücken und Schotterparkplätze in Halle sind auch Stadtbildprägend, genauso wie die Hochstraße, ein wahres Kleinod.

    #103666

    „Die Abrißgegner hätten die Möglichkeit gehabt, die Beseitigung des “188″ mittels Bürgerbegehren und Bürgerentscheid zu stoppen. Aber nicht mal dazu hat es gereicht, weil nicht genügend Akteuere vorhanden waren“

    Stimmt leider- aber so ist es leider in dieser Stadt, fragt man mal einen Mitbürger zu seiner Meinung zu diesem Thema kommt meist nur die eine Antwort „Was soll man denn da beeinflussen“ oder „Die machen doch eh was sie wollen“. Wenn das die hinreichende Meinung in der Gesellschaft ist hab ich doch so meine Bedenken wie es weitergeht!

    #103671

    Anonym

    Nachtrag: Ich habe mir eben Fotos im Internet angesehen. Der Fußweg besteht aus Granitplatten, die durch ihre Risse einen besonderen geschichtlichen Wert besitzen. Vielleicht können Spezialisten die Risse einem ungefähren Zeitraum zuordnen.

    Ich hoffe, daß dein arroganter Sarkasmus dir irgendwann mal im Halse stecken bleibt.

    #103714

    Ist der Fußweg nicht vielleicht auch denkmalgeschützt?

    Bestimmt, schliesslich is die kleene Feist da schon langgelatscht. 🙂

    Was soll eigentlich dieser ganze Unfug? Seit Jahrzehnten fährt der Blechwurm dort lang, und plötzlich behaupten irgendwelche Schreibtischtäter es ginge nicht mehr?

    Die Wahrheit ist so schockierend, die kann man niemandem mehr zumuten. (Erwin Pelzig)

    #103719

    Eine Stellungnahgme von Margot H. geb. Feist müßte tatsächlich aus Chile eingeholt werden.

    #103724

    Die Variante „Verschiebung des 188“ ist ein geschickter Schachzug der Stadtverwaltung. Während der Verschiebung mittels Radlader wird das Gebäude leider wegen versteckter Baumängeln zusammenbrechen. Da bleibt dann leider nur noch ein Beräumen und Trauern.

    Die Griechen haben diese Taktik erfolgreich in Troja eingesetzt.

    Fachlich halte ich die Variante für Unsinn. Für die notwendigen Kosten ließe sich auf der anderen Straßenseite ein ansprechender Neubau mit schicken Mietwohnungen errichten. Hier sollte die Reise hingehen.

    #103730

    Ja, gewiss… nur daß die andere Straßenseite nicht der Stadtgehört, das zu ändern hat sie nämlich damals vergeigt…

    #103736

    Hat hier überhaupt schon mal jemand an die finnischen Touristen gedacht?

    #103773

    Kennt denn einer von Euch Experten die Kosten für die Verschiebungsaktion ?

    #103915

    Hei-wu, da musst Du mal den Oberexperten OB fragen. Der hat das doch ins Gespräch gebracht.

    #103993

    Der Geschäftsführer der Stadtwerke, Herr Krause, hat für die Verschiebung 2 renomierte Firmen zur Abgabe einer Machbarkeitsstudie beauftragt. Die eine hat den spektakulären Transport der Holzkirche von Heuersdorf und die andere die Verschiebungen des Portikus am Bayrischen Bahnhof in Leipzig durchgführt.
    Es sollen 2 Varianten untersucht werden:
    Variante 1 – Verschiebung um 11 m nach Hinten, was den Wegfall des Anbaues und der Turnhalle bedeuten würde .
    Variante 2 – Verschiebung um 30 m nach Süden und dann 11 m nach Hinten, was den Erhalt des Anbaues und der Turnhalle bedeuten würde.
    Die Ergebnisse mit einer Kostenberechnung sollen in ca. 6 Wochen vorliegen.

    #104120

    Die Ergebnisse mit einer Kostenberechnung sollen in ca. 6 Wochen vorliegen.

    Und im Anschluss gleich die Kostenübernahmeerklärung von Herrn Dorgerloh?

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