Bewohner im Saalekreis bekommen höchste Löhne

5. September 2013 | Vermischtes | 3 Kommentare

Die im Jahr 2011 durchschnittlich je Arbeitnehmer gezahlten Bruttolöhne und -gehälter fielen in allen Regionen des Landes Sachsen-Anhalt höher aus als im Vorjahr. Seit der Jahrtausendwende stiegen die Pro-Kopf-Verdienste um ein Fünftel an und erreichten im Jahr 2011 einen Wert von 23 688 EUR je Arbeitnehmer.

Das ergaben aktuelle Berechnungen des Statistischen Landesamtes Sachsen-Anhalt zu den regionalen Bruttolöhnen und -gehältern für die Jahre 2000 bis 2011.

Durchschnittlich verdiente im Jahr 2011 ein Arbeitnehmer in Sachsen-Anhalt 23 688 EUR. In den drei kreisfreien Städten fielen die Verdienste um 523 EUR höher aus als im Landesdurchschnitt, in den 11 Landkreisen um 237 EUR geringer.

Die Spannbreite der regionalen Verdienste im Land Sachsen-Anhalt lag zwischen 24 924 EUR im Saalekreis und 22 507 EUR im Landkreis Mansfeld-Südharz. Nach dem Saalekreis verbuchten die Stadt Dessau-Roßlau und der Landkreis Börde das zweit- bzw. dritthöchste Verdienstniveau des Jahres 2011. In diesen 3 Regionen verdiente ein Arbeitnehmer zwischen 617 bis 1 236 EUR mehr als im Landesdurchschnitt.

Die geringsten Pro-Kopf-Entgelte wurden im Landkreis Mansfeld-Südharz, im Altmarkkreis Salzwedel und im Landkreis Stendal ermittelt. Die Werte lagen um 1 121 bis 1 181 EUR je Arbeitnehmer unter dem Landesdurchschnitt Sachsen-Anhalts.

Im Vergleich zum Vorjahr erhöhten sich in Sachsen-Anhalt die Pro-Kopf-Verdienste um 3,9 Prozent. Die drei kreisfreien Städte des Landes blieben leicht hinter dieser Entwicklung zurück (+ 3,8 %).

Der Landkreis Börde verzeichnete mit 6,6 Prozent den höchsten Zuwachs beim Pro-Kopf-Einkommen. Ebenfalls überdurchschnittlich stark entwickelten sich die Einkünfte der Arbeitnehmer im Jerichower Land, im Burgenlandkreis und im Landkreis Stendal.

Mit Veränderungsraten von 2,7 bzw. 2,9 Prozent wiesen der Landkreis Wittenberg und der Altmarkkreis Salzwedel die geringsten Zuwächse im Land aus.

In der langfristigen Betrachtung des Zeitraumes von 2000 bis 2011 stiegen in Sachsen-Anhalt die Pro-Kopf-Verdienste um 20,3 Prozent, damit erhielt ein Arbeitnehmer rund 4 000 EUR mehr als vor 11 Jahren.

In den Regionen des Landes entwickelten sich die Pro-Kopf-Verdienste aufgrund von Strukturunterschieden deutlich differenzierter.

Die stärkste Verdienstentwicklung seit dem Jahr 2000 mit einem Zuwachs von 24,6 Prozent bzw. einem Plus von 4 919 EUR je Arbeitnehmer verzeichnete der Saalekreis, dicht gefolgt vom Landkreis Börde (+ 24,4 % bzw. 4 770 EUR). Diese Regionen werden stark vom Produzierenden Gewerbe geprägt, welches ein höheres Einkommensniveau als der Dienstleistungssektor ausweist.

Im Saalekreis und im Landkreis Börde befanden sich jeweils 35 Prozent der Arbeitsplätze im Produzierenden Gewerbe, der Landesdurchschnitt Sachsen-Anhalts lag bei 26 Prozent. Auch im Jahr 2000 fiel der Anteil in diesen beiden Kreisen überdurchschnittlich hoch aus.

Ein Arbeitnehmer im Salzlandkreis kam auf ein Plus von 14,4 Prozent, und damit auf 2 866 EUR mehr, das war die geringste Verdienstentwicklung im Land Sachsen-Anhalt seit 2000.

Für die Regionen Sachsen-Anhalts liegen erstmals revidierte Ergebnisse zu den Bruttolöhnen und -gehältern und zu den Arbeitnehmerentgelten nach der Klassifikation der Wirtschaftszweige WZ 2008 ab dem Jahr 2000 vor.

Über weitere detaillierte regionale Ergebnisse für die Jahre 2000 bis 2011 informiert der zur Veröffentlichung anstehende Statistische Bericht „Arbeitnehmerentgelt, Bruttolöhne und -gehälter in den kreisfreien Städten und Landkreisen“.

Revidierte Regionalergebnisse 2000 bis 2011 für alle kreisfreien Städte und Landkreise Deutschlands veröffentlicht der Arbeitskreis „Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen der Länder“ im November 2013 in der Gemeinschaftsveröffentlichung „Arbeitnehmerentgelt, Bruttolöhne und -gehälter in den kreisfreien Städten und Landkreisen Deutschlands“.

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