Bevölkerungsprognose: Halle rechnet mit stabilen Einwohnerzahlen

20. Januar 2015 | Vermischtes | 9 Kommentare

Seit Jahren sagen Statistiker für Halle (Saale) sinkende Bevölkerungszahlen voraus. Weniger als 200.000 Einwohner sollen demnach in der Saalestadt um Jahr 2030 noch leben. Zahlen, denen Oberbürgermeister Bernd Wiegand nicht traut und deshalb eine eigene Untersuchung in Auftrag gegeben hat.

Ergebnis: bis zum Jahr 2030 bleiben die Einwohnerzahlen stabil, steigen sogar leicht an. Am 31.12.2013 lebten in Halle 232.705, zu Ende vergangenen Jahres 233.552 Personen. „Das zeigt deutlich, dass Prognose des Statistischen Landesamtes nicht mehr geeignet ist, die Entwicklung in der Stadt zu begleiten“, so Wiegand. Der Ansatz Kultur, Wirtschaft und Wissenschaft trage, so Wiegand.

Grund für die Bevölkerungszuwachs ist der Wanderungsgewinn, erklärte Tobias Jacobs vom zuständigen Gutachterbüro „Konzepte & Analysen“. Zum einen ziehe die Jugend aus dem Umland in die Großstadt, durch die Universität gebe es auch einen größeren Zuzug aus Westdeutschland und auch der Zuzug aus dem Ausland könne eine Schrumpfung der Stadt verhindern. Aus sich selbst heraus kann die Stadt dagegen nicht die Bevölkerungszahl stabil halten. Zwar steigen die Geburten weiterhin leicht auf mehr als 2.000 im Jahr, doch liegen die Sterbefälle bei 3.100.

Doch der Zuwachs ist nicht auf die Stadt gleich verteilt. Insbesondere die Innenstadt hat einen Zuwachs vorzuweisen, währen die Plattenbausiedlungen weiterhin sinkende Einwohnerzahlen haben. Besonders dramatisch mit bis zu 15 Prozent ist das Minus in Südstadt, Silberhöhe, Ammendorf, Heide-Nord und westlicher Neustadt. Das größte Plus mit bis zu 15 Prozent werden für das Paulusviertel, die Altstadt sowie südliche und nördliche Innenstadt vorausgesagt.

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