Bettelbrief: Sponsoren sollen Halles Brunnen sprudeln lassen

8. März 2013 | Vermischtes | 8 Kommentare

38 Brunnen gibt es in Halle (Saale). Damit sie sprudeln können, braucht die Saalestadt 213.000 Euro. Deshalb sollen Sponsoren ran.

Nach Angaben von Planungsdezernent Uwe Stäglin habe man sich mit den Sponsoren in Verbindung gesetzt, die bereits im vergangenen Jahr die Wasserspiele haben laufen lassen. Neben den städtischen Wohnungsgesellschaften HWG und GWG – deren Gewinne und Ausschüttungen an die Stadt damit geschmälert werden – sind das vor allem die Wohnungsgenossenschaften.

Gleich mehrere Ausschüsse haben sich im Rahmen der Haushaltsberatung mit dem Thema befasst. „Wenn man keinen Paten findet bleiben die Brunnen trocken“, erklärte Stäglin den Stadträten, „ohne Spender wird kein Wasserspiel laufen können.“ Auch wenn es dem Stadtbild weh tue. Neun Anlagen bleiben ohnehin wegen technischer Probleme trocken.

213.000 Euro stehen im Haushaltsplan drin. Ein Aufwuchs gegenüber 186.700 Euro im letzten Jahr. Udo Rost vom zuständigen Fachbereich Grünflächen erläuterte, woran das liegt: „Der Aufwuchs kommt daher, weil im letzten Jahr Mieten und Umlagen an das ZGM vergessen wurden.“ Sprich: die Brunnen gehören dem ZGM. Und wer so ein Wasserspiel sponsert, der möge bitte auch an das ZGM Miete zahlen…

Oberbürgermeister Bernd Wiegand ist aber zuversichtlich, dass der Stadtrat sogar im Haushalt die nötigen Gelder freigibt. Ostern sollen nämlich zumindest die Goldsole auf dem Marktplatz sowie der Eselsbrunnen am Alten Markt und der Brunnen vorm Opernhaus laufen. Zwei Tage vorher soll der Stadtrat seinen Haushaltsbeschluss fassen.

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