Ausstellung im Salinemuseum Halle: SED – wenn du nicht gehst, dann gehen wir

8. September 2014 | Vermischtes | 1 Kommentar

Die Partei, die Partei … hatte immer Recht. Bis zum Herbst 1989. Vor 25 Jahren begann die Macht der SED zu bröckeln, die ersten Montagsdemos fanden statt.
Ausstellung SED - wenn du nicht gehst_2

Vom 9. September bis 19. Oktober zeigt das Salinemuseum in Halle nun die Wanderausstellung „SED – wenn du nicht gehst, dann gehen wir!“. Eröffnet wird die Schau am 9. September um 17 Uhr. Es spricht der Leiter der Gedenkstätte Deutsche Teilung Marienborn Dr. Sascha Möbius.

Die Bundesstiftung Aufarbeitung, die Landeszentrale für politische Bildung Sachsen-Anhalt, die Landesbeauftragte für die Stasi-Unterlagen und die Stiftung Gedenkstätte Sachsen-Anhalt haben die Wanderausstellung konzipiert, welche die Friedliche Revolution in der DDR und den Prozess zur Deutschen Einheit dokumentiert. Das Hauptaugenmerk gilt dabei den Protagonisten der Bürgerrechtsbewegung, deren massenwirksame Aktionen entscheidend zum Sturz des SED-Regimes, zur Durchlässigkeit der innerdeutschen Grenze und schließlich zur Vereinigung der beiden deutschen Staaten beitrugen.
Ausstellung SED - wenn du nicht gehst
Die Schwerpunkte liegen bei der Darstellung der Aktivitäten der oppositionellen Basisgruppen sowie der Ausreiseantragsteller im Frühjahr 1989, der im Sommer 1989 einsetzenden Fluchtwelle, der Formierung neuer Bürgerbewegungen und Parteien, landesweiten Demonstrationen und Kundgebungen im Herbst 1989, der Grenzöffnung, der programmatischen Neuausrichtung der Oppositionsgruppen, die Verschiebung der Machtverhältnisse bis zu den Wahlen im März 1990 und dem Prozess zur Wiederherstellung der staatlichen Einheit. Die Ereignisse werden den Besuchern anhand von zeitgenössischen Dokumenten, aufgezeichneten Erinnerungsinterviews mit damaligen Akteuren und Sequenzen aus zeitgenössischen TV-Beiträgen vermittelt. Geöffnet ist täglich von 10 bis 17 Uhr.

Im Rahmen der Ausstellung findet am 7. Oktober ein Podiumsgespräch mit Dietmar Webel, Sabine Wolff und Manfred Sommer zum Thema „Runde Tische und Bürgerkomitees – Auflösung der SED-Herrschaft und Neubeginn“ statt. Die Moderation des Abends übernimmt Maik Reichel, Direktor der Landeszentrale für politische Bildung Sachsen-Anhalt.

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