Außenstelle KZ Buchenwald: Halle erinnert an die Mötzlicher Lageropfer

28. Oktober 2013 | Vermischtes | Keine Kommentare

Am Sonntag, den 17. November 2013, findet an der Straßenbahn-Station „Frohe Zukunft“ eine Gedenkandacht am städtischen Mahnmal für Lageropfer aus der NS-Zeit statt. Dazu laden die Heilands- und die St. Pankratiusgemeinde ein.

Die im Rahmen des Volkstrauertages um 10:00 Uhr beginnende öffentliche Veranstaltung, zu der ausdrücklich auch unsere nichtchristlichen Mitmenschen eingeladen sind, findet in diesem Jahr bereits zum 5. Mal statt. An dem Mahnmal nahe der Endhaltestelle der Linie 1 werden im Zuge der Andacht die beiden Gemeinden aus dem nordwestlichen Teil der Stadt Halle gemeinsam mit städtischen Vertretern der Insassen und Opfer der Mötzlicher Lager gedenken. Im Anschluss an die Gedenkfeier steht der Autor des Artikels „NS-Lager bei Mötzlich“, Dr. Albert Osterloh, den Teilnehmenden der Veranstaltung zu einem vertiefenden Austausch zur Verfügung. Das abschließende Kaffeegespräch in den Räumen der Heilandsgemeinde bietet ebenfalls Gelegenheit miteinander in den erinnernden Diskurs zu treten.

Nur wenige wissen, dass sich an der Endhaltestelle der Linie 1 ehemals der Eingang der Siebel-Flugzeugwerke befand. Viele hundert Menschen gingen dort, wo heute die Straßenbahn hält und Kinder zur Schule gehen, täglich zur Arbeit. In der Zeit des Nationalsozialismus waren darunter zahlreiche Menschen, die fern ihrer Heimat Zwangsarbeit leisten mussten und deren Arbeitskraft ausgebeutet wurde. Sie waren in mehreren Lagern am Stadtrand von Halle inhaftiert, eines davon war ein Außenlager des Konzentrationslagers Buchenwald.

Das Denkmal für die Opfer, eine Skulptur des halleschen Bildhauers Bernd Kleffel mit der Aufschrift „Den Opfern des KZ-Außenlagers Buchenwald Halle-Mötzlich August 1944-März 1945“, wurde im April 2009 von Oberbürgermeisterin Dagmar Szabados und dem Historiker Albert Osterloh offiziell enthüllt.

Print Friendly, PDF & Email

Kommentar schreiben