Als sich die Hallenser erhoben: Erinnerung an den Volksaufstand 1953

15. Juni 2015 | Vermischtes | 1 Kommentar

Mit mehreren Gedenkveranstaltungen wird am kommenden Mittwoch an den Volksaufstand in der DDR erinnert.
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So gibt es von 10 bis 18 Uhr an der Gedenktafel am Hallmarkt eine Film-Installation vom Zeitgeschichte(n) e.V.. Diese steht unter dem Motto „Ein Tag der Zivilcourage“. Um 16 Uhr beginnt in der Gedenkstätte „Roter Ochse“ die offizielle Gedenkstunde. Dazu wird unter anderem die Landesbeauftragte für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR, Brigit Neumann-Becker erwartet. Im Anschluss an die Reden werden Kränze niedergelegt. Um 17 Uhr schließlich beginnt im „Roten Ochsen“ eine Szenische Lesung mit Frank Willmann und Raik Adam. Sie berichten unter dem Motto „Mauerkrieger“ über Aktionen gegen die Mauer in West-Berlin im Jahr 1989.
Kranzniederlegung 1953b
In Halle waren am 17. Juni 1953 in den Morgenstunden mehrere tausend Arbeiter und Angestellte vom Waggonbau Ammendorf zum Marktplatz gezogen, besetzten unter anderem die Staatsanwaltschaft. Viele Arbeiter anderer Betrieb schlossen sich entweder dem Demonstrationszug an oder legten ihre Arbeit nieder. Bei der Befreiung von Häftlingen aus dem Gefängnis “Roter Ochse” gab es durch Schüsse der Wachmannschaften erste Tote. Sowjetische Panzer riegelten anschließend die Zufahrtsstraßen zum Gefängnis ab. Trotz Verhängung des Kriegsrechtes durch den sowjetischen Stadtkommandanten hatten sich am Nachmittag des 17. Juni mehr als 60.000 Menschen auf dem Hallmarkt versammelt.

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