Alles unter einem Dach: Halle gründet Beratungsverbund „Schule und Beruf“

4. März 2014 | Vermischtes | Keine Kommentare

Die Stadt Halle (Saale), das Jobcenter Halle und die Berufsberatung der Arbeitsagentur Halle haben am Dienstag die Kooperationsvereinbarung für den neuen Beratungsverbund „Schule und Beruf“ unterzeichnet.

beratungsverbundDieser nimmt seine Arbeit sofort auf und bildet den Grundstein für das neue Angebot „Haus der Jugend“ im Jobcenter, Neustädter Passage 1, welches auf dem Prinzip des One-Stop-Governments („Alles unter einem Dach“) basiert. Aufgabe der Verbundmitglieder ist es, das Vorgehen bezüglich staatlicher und kommunaler Leistungen für erwerbsfähige Menschen im Alter zwischen 15 und 25 Jahren zu regeln. Ziel des Verbunds ist es, Doppelstrukturen zu vermeiden und Betreuungslücken zu schließen.

Die Vereinbarung zielt darauf ab, dass die drei Partner sich künftig unter einem Dach um die Belange der Jugendlichen kümmern. So können Betreuungslücken geschlossen werden, die Hilfen kommen abgestimmt aus einer Hand, Angebote werden übersichtlicher und die Jugendlichen können zukünftig die bisherigen 3 Anlaufstellen gegen die Neue eintauschen.

„Wir versprechen uns damit nicht nur den Jugendlichen eine bessere Orientierung zu geben, sondern wollen gerade beim Übergang zwischen Schule und Beruf transparenter sein, um letztendlich auch die Zahl der Jugendlichen mit einem Ausbildungsplatz oder Arbeitsplatz zu erhöhen“, sagt Sylvia Tempel.

Derzeit betreut das Jobcenter Halle (Saale) 3.850 jugendliche Leistungsempfänger von denen 817 arbeitslos sind. „Gemeinsames Ziel ist es, jungen Menschen Wege in das Berufsausbildungs- bzw. Beschäftigungssystem zu ebenen. Deshalb ist es sinnvoll, die Kompetenzen der Akteure zu bündeln und die Angebote des SGB II, III, VIII besser zu verzahnen. Wir müssen Jugendlichen Chancen aufzeigen und maßgeschneiderte Angebote machen! Besonderes Augenmerk müssen wir auf die Gruppe legen, die landläufig als benachteiligt gelten und ohne flankierende Angebote den Einstieg verpassen“, so Dr. Petra Bratzke.

(Foto: Thomas Ziegler)

Print Friendly, PDF & Email

Kommentar schreiben