„Aktion Arschloch“ auf dem Marktplatz in Halle

13. September 2015 | Vermischtes | 6 Kommentare

Bereits seit ein paar Wochen sorgt die „Aktion Arschloch“ in ganz Deutschland für Furore. Das Projekt – von einer Privatperson aus einer Laune heraus initiiert – hatte es sich zu Beginn zum Ziel gesetzt, den vielerorts in Deutschland um sich greifenden Rassismus auf musikalische Art und Weise zu begegnen, indem es den Ärzte-Song „Schrei nach Liebe“ wieder in die Charts befördern wollte.

Dies gelang auch, und nicht nur das: Seit kurzem steht der Song sogar auf Platz 1 der deutschen Single-Charts. Die Band „Die Ärzte“ unterstützt das Projekt mittlerweile ebenfalls, sämtliche Einnahmen (auch GEMA) durch den Verkauf des Liedes kommen der Hilfsorganisation „Pro Asyl“ zu Gute. Damit das auch so bleibt, findet die Aktion nach wie vor in vielen deutschen Städten Nachahmer. So nun auch in Halle.

Der Gewerkschafter und Aktivist Marco Pellegrino ruft als Privatperson dazu auf, am Montag, den 14.9. um 17 Uhr vors Rathaus zu kommen, um dort einen Flashmob durchzuführen. Möglichst viele Leute sollen sich vor Ort versammeln und dann gemeinsam „Schrei nach Liebe“ singen. Auch Instrumente sind dabei gern zur akkustischen Unterstützung gern gesehen. Vor Ort werden Spenden für „Pro Asyl“ gesammelt.

Pellegrino selber sagt, dass die Aktion zwar natürlich nur symbolischen Charakter habe, es sei jedoch wichtig, klare Kante gegen jegliche Form von Rassismus und Ausgrenzung zu zeigen.
Auch in Halle, wo es immer wieder zu rassistisch motivierten Übergriffen auf Migranten kommt sei es von enormer Wichtigkeit, öffentlich Präsenz gegen derlei Umtriebe zu zeigen, so Pellegrino weiter.

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