40 Millionen-Investition: Donnerstag ist Baustart für ein Proteinzentrum

16. Dezember 2014 | Vermischtes | Keine Kommentare

Seit dem Sommer laufen schon die Bauvorbereitungen für das neue Proteinzentrum der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Leitungen werden verlegt, Kanäle gesetzt. Am Donnerstag geht es nun offiziell los. Dann findet die feierliche Grundsteinlegung auf dem Gelände in der Kurt-Mothes-Straße am Weinberg Campus.
Forschungsneubau
Der zu jeweils 50 Prozent vom Land Sachsen-Anhalt und vom Bund finanzierte Neubau mit einem Gesamtvolumen von knapp 40 Millionen Euro soll der Unterbringung der kooperativen Forschung auf dem Gebiet der Proteinchemie dienen.

Knapp 5.400 Quadratmeter Nutzfläche stehen bereit. Davon entfallen rund 3.900 m² auf Labore und etwa 1.060 m² auf separate Büroräume. Die Räume müssen dabei mindestens vier Meter hoch sein, denn technische Großgeräte wie Kernspinresonanz- Spektroskope oder Nuklearmagnetresonanzspektrometer müssen schwingungsentkoppelt eingebaut werden. Spätestens 2016 soll das neue Zentrum bezogen werden.
Proteinzentrum3
Benannt wird das Zentrum nach “Charles Tanford. Damit will die Uni den unter dem Namen Karl Tannenbaum (1921-2009) in Halle geboren Wissenschaftler ehren. Die jüdische Familie emigrierte 1929 nach England und änderte dort ihren Familiennamen. Charles Tanford erhielt seine akademische Ausbildung in den USA und verbrachte dort sein gesamtes wissenschaftliches Leben. Er war einer der Pioniere der physikalischen Chemie von Proteinen und führte insbesondere grundlegende Arbeiten zur Stabilität der Proteinstruktur durch.

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