Vielfalt für (H)alle: CSD am 12. September in Halle

9. August 2015 | Veranstaltungen | Keine Kommentare

Auch in diesem Jahr begehen die Schwulen, Lesben und Transgender in Halle (Saale) wieder ihr CSD-Straßenfest. Eine bunte Parade, wie man si von anderen Chistopher-Street-Day-Veranstaltungen kennt, gibt es zwar in der Saalestadt nicht, Dafür ein buntes Bühnenprogramm auf dem Marktplatz.
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Am 12. September von 11 bis 19 Uhr wird gefeiert. Zum Auftakt werden vorm Ratshof die Regenbogenfahnen gehisst. Die Trommelgruppe TaktLos, die Rockband Regentanz, die Schülerband „Ganz Normal Anders“ des LBZ für Körperbehinderte Halle, das Jugendblasorchester der Kooperativen Gesamtschule „Wilhelm von Humboldt“, der Männerchor „bouquet vocalis“ Halle sowie Irish Dancer stehen anschließend auf der Bühne. Auch politische Gesprächsrunden sind vorgesehen. Zum Abschluss werden noch bunte Luftballons in den Himmel aufsteigen. Daneben wird zumn CSD-Fest Vereinen ein Podium geboten, die sich für die Rechte von Schulen, Lesben und Transgendern einsetzen. So werden sich das BBZ „lebensart“, die AIDS-Hilfe Halle, die Jugendgruppe Queerulanten, das Frauenzentrum Weiberwirtschaft und das Jugendnetzwerk Lambda vorstellen. Um 22 Uhr beginnt dann in der Theatrale die Abschlussparty.

Bereits die Woche zuvor gibt es mehrere Veranstaltungen wie eine Warm-Up-Party.

Freitag, 04. September 2015, ab 22 Uhr
Warm Up Party
in der Schorre, Willy-Brandt-Straße 78, 06108 Halle (Saale)
Mainfloor: DJ Dun Dee
Housefloor: DJ Kid Rox
Gogos & Candyboys
Bodypainting

Montag, 7. September 2015, 19 Uhr
BBZ „lebensart“ e. V., Beesener Str. 6, 06110 Halle
Themenabend zur Bi- und Pansexualität
Zumindest Bisexualität scheint inzwischen (besonders unter jungen bzw. sexuell aufgeschlossenen Leuten) als eigenständige sexuelle Orientierung anerkannt zu sein. Erfahrungen im Alltag und in Intrnetportalen sowie Befragungen ergeben einen weit höheren Anteil von Mädchen und Frauen die beide Geschlechter begehren als bei Jungen und Männern.
Pansexualität als geschlechtsunabhängiges Begehren, welches auch Inter*- und Trans*-Personen einschließt, ist dagegen bislang eher in queeren Zusammenhängen eine akzeptierte Orientierung.
Auf dem Themenabend werden Begriffe geklärt, Befragungen zur Häufigkeit sowie Studien zur Lebenssituation von Bisexuellen vorgestellt und diskutiert.Abgerundet werden soll der Abend mit Erfahrungsberichten von bisexuellen und pansexuellen Menschen, die über ihre sexuelle Orientierung und Lebens- und Beziehungsweisen Auskunft geben.

Dienstag, 8. September, 19 Uhr
AIDS-Hilfe Halle/Sachsen-Anhalt Süd e. V., Böllberger Weg 189, 06110 Halle
AbgeCHECKT und durchGESTARTET – Diskussionsrunde zu Safer Sex und Test
Immer mehr junge Leute unter 30 werden positiv getestet. Wir wollen dich fit machen für folgende Themen: Was heißt Safer Sex? Mein erster Test! Was tun wenn der Test positiv ist? Was ist in einer Partnerschaft wichtig? Du willst auf diese Fragen eine Antwort, dann komm zur Diskussionsrunde in die AIDS-Hilfe.

Mittwoch, 9. September 2015, 19 Uhr
Frauenzentrum Weiberwirtschaft, Karl-Liebknecht-Straße 34, 06114 Halle
Slow-Dating

Donnerstag, 10. September 2015, 18 Uhr
Linker Laden, Leitergasse 4, 06108 Halle
DIE LINKE. Stadtverband Halle lädt zum Ratschlag Queer über aktuelle Themen mit Eva von Angern (MdL) ein.

Donnerstag, 10. September 2015, 18.30 Uhr
BBZ „lebensart“ e. V., Beesener Str. 6, 06110 Halle
SPD-Stadtverband Halle (Saale) und Arbeitsgemeinschaft der Lesben und Schwulen in der SPD laden zur Gesprächsrunde „Coming out am Arbeitsplatz“ mit Ministerin Prof. Dr. Angela Kolb ein.
Die Toleranz und Akzeptanz gegenüber homosexuellen Menschen ist in den letzten Jahren spürbar gestiegen. In Deutschland sprechen sich mittlerweile rund drei von vier Menschen für eine Öffnung der Ehe aus. Trotz dieser Tendenz fällt es vielen homosexuellen Menschen schwer, ihre persönliche Identität am Arbeitsplatz zu thematisieren. Gegenüber Kolleginnen und Kollegen wird das eigene Empfinden noch immer sehr häufig verschwiegen.
Die Gründe dafür sind vielfältig. Neben der Angst einer persönlichen Stigmatisierung am Arbeitsplatz, dominiert weiterhin die Befürchtung, berufliche Nachteile zu erleiden. Das Outing von verschiedenen Vorständen in großen Konzernen hat noch nicht zur völligen Freiheit geführt.
Gemeinsam mit Angela Kolb, Ministerin für Justiz und Gleichstellung im Land Sachsen-Anhalt, wollen wir näher über die Gründe für das Verschweigen eines Teils der eigenen Identität sprechen. Wir wollen auch darüber ins Gespräch, welche Impulse aus Politik und Gesellschaft notwendig sind, um diese gesellschaftliche Einschränkung abzubauen.

Freitag, 11. September 2015, 19 Uhr
Frauenzentrum Weiberwirtschaft, Karl-Liebknecht-Straße 34, 06114 Halle
Eröffnung der Comic-Ausstellung „Ach, so ist das?!“

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