Respekt³: Woche für mehr Toleranz in Halle gestartet

17. März 2014 | Veranstaltungen | Keine Kommentare

„Halle ist eine weltoffene Stadt“, sagte Bürgermeister Egbert Geier zur Eröffnung der „Respekt³“ Woche für mehr Vielfalt und Toleranz, die noch bis zum 22. März geht.

Dazu wurde ein Respekt-Laden in der ehemaligen Sparkasse Martinstraße eingerichtet. Hier gibt es unter anderem Ausstellungen, Lesungen, Seminare, Workshops und Vorträge. Damit sollen alle Interessierten aufgeklärt und politisch sensibilisiert werden. Das Informationsangebot umfasst ein breites Spektrum: von Widerstand und Verfolgung während der NS-Zeit, den Protokollen der NSU-Prozesse, der Situation von Flüchtlingen in Sachsen-Anhalt und deren Erfahrungen in Asylverfahren bis hin zur Geschichte von Anne Frank und Sophie Scholl.

Zu sehen sind die Ausstellungen „Flüchtlinge und Fremdenfeindlichkeit” der UNO-Flüchtlingshilfe, „Naumburg 1933 – 1945” vom VdN-BdA Sachsen-Anhalt e.V. (Verband der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschisten) in Kooperation mit der IG Metall Halle-Dessau, „GEDULDET – Flüchtlinge in Sachsen-Anhalt” der Landtagsfraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und „HÖRSTOLPERSTEINE, STOLPERN MIT KOPF, HERZ UND GEHÖR – GEGEN DAS VERGESSEN” vom Zeit-Geschichten-Verein.

Eines der Highlights ist das Benefizradeln am 21. März von 10 bis 18 Uhr. Sponsoren spenden Geld für jeden erradelten Kilometer. Mindstens zwei Hometrainer werden für sportliche Unterstützer bereitstehen. Geld gesammelt werden soll für den Hallianz Jugendfond, über den 10 Projekte unterstützt werden sollen. Im vergangenen Jahr kamen 3000 Euro durch die erradelten 580 Kilometer zusammen.

In Zusammenarbeit mit dem Zeit-Geschichte(n) e.V. werden zudem Spenden für weitere Stolpersteine in Halle gesammelt. Zum Abschluss gibt es am 22. März um 20 Uhr bei Postkult in Glaucha ein Konzert mit Lick Quarters, Eine Million Projekt, DJ Miles Melodie und DJ Mata Granata. Die Tomaten-Piraten sorgen für vegane Verpflegung. Hier können Sie das komplette Programm herunterladen.

Die Aktionswoche ist ein lokaler Beitrag zu den Internationalen Wochen gegen Rassismus, die vom 10. bis zum 23. März bundesweit stattfinden und den UNO-Gedenktag gegen Rassismus am 21. März würdigen. Damit soll auf die Gefahren des “wachsenden extremistischen Gedankenguts” aufmerksam gemacht werden.

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