Martinsumzüge in Halle: Moritzburg versteigert Martinsgans

8. November 2013 | Veranstaltungen | Keine Kommentare

Der heilige St. Martin wird am 11. November wieder durch Halle (Saale) ziehen. Verschiedene Veranstaltungen wird es dazu in den halleschen Kirchgemeinden geben.

Eine gute Tradition ist mittlerweile der von der Stiftung Moritzburg veranstaltete Umzug am Martinstag. Das Ganze beginnt um 16 Uhr, wenn Domprediger Martin Filitz im Dom zu Halle die Geschichte vom heiligen Martin erzählt. Danach zieht die bunte Schar der Laternenträger, begleitet von St. Martin zu Pferde, zur Moritzburg, wo ein Martinsfeuer wartet. Auf dem Hof der Burg wird eine von einer halleschen Künstlerin gestaltete Martinsgans versteigert. Musikalische Begleitung kommt von Schülern der Latina und der Grundschule Albrecht Dürer sowie von Mitgliedern des Akademischen Orchesters. An einem UNICEF-Stand können Laternen und Lampions erworben werden. Das MoritzKunstCafé bietet im Hof Kinderpunsch und Glühwein an.

In der Katholischen Moritzkirche geht es um 16:30 Uhr los unter dem Motto „Miteinander feiern – Füreinander geben!“. Nach dem ökumenisches Gottesdienst startet ein Laternenumzug zum Hallmarkt. In der Johanneskirche beginnt die Martinsfeier mit Martinsspiel und Laternen-Umzug um 17 Uhr, ebenso wie in der Nietlebener Kirche. Sankt Martin in der Luthergemeinde beginnt um 17 Uhr mit Anspiel, Laternenumzug, Singen um das Martinsfeuer und Punsch und Teilen der Martinshörnchen.

Das Fest wird alljährlich am 11. November gefeiert und geht auf den heiligen St. Martin von Tours zurück, der an diesem Tag im Jahr 397 beigesetzt wurde. Martin von Tours wurde 316 als Sohn eines römischen Militärtribuns im heutigen Ungarn geboren. Mit 15 Jahren trat er in die Armee ein. In diese Zeit fällt die bekannte Begegnung mit dem frierenden Bettler am Stadttor von Amiens, dem Martin eine Hälfte seines Mantels gab. Martin bewegte dieses Erlebnis so sehr, dass er bald darauf den Militärdienst quittierte und sich taufen ließ. Später zog sich Martin als Einsiedler auf eine Insel nahe Genua zurück. Schon da galt Martin als ein Heiliger Gottes. Im Jahr 371 wurde Martin vom Volk zum Bischof von Tours in Frankreich gewählt. Martins Kampf gegen die Missstände innerhalb der Kirche brachte ihm allerdings auch Feinde ein, was ihn aber nicht beirrte. Er starb auf einer seiner vielen Seelsorge-Reisen durch sein Bistum am 8. November 397 in Candes bei Tours.

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