Hoch zu Ross: Halle feiert Martinstag

11. November 2013 | Veranstaltungen | Keine Kommentare

Traditionell zum 11.11. feierten die Kirchgemeinden auch in Halle (Saale) wieder den Martinstag. Neben Laternenumzügen gab es traditionell Martinsfeuer, Punsch und Martinshörnchen.

Im Dom erzählte Domprediger Martin Filitz die Geschichte vom heiligen Martin. „Von Martin kann man lernen, Menschen die arm sind zu helfen“, erzählte er den gut 150 Gästen. Martin sei ein Vorbild und lehre, dass Große den kleinen helfen können, aber auch die Kleinen den Großen. „Wenn jeder nur an sich selbst denken würde, wären wir verloren“, so Filitz. Nach dem Anstimmen des St.-Martins-Lieders zog die bunte Schar der Laternenträger, begleitet von St. Martin zu Pferde, zur Moritzburg. Dort wartete ein Martinsfeuer auf die Besucher. Auf dem Hof der Burg wurde zudem eine von einer halleschen Künstlerin gestaltete Martinsgans für 87 Euro versteigert. Das Geld geht an das Kinderhilfswerk UNICEF. „Außerdem konnte sich UNICEF am Martinstagabend über weitere Spenden in Höhe von 200 Euro freuen“, so Sprecherin Renate Anders.

In der Katholischen Moritzkirche wurde unter dem Motto “Miteinander feiern – Füreinander geben!” gefeiert. Nach dem ökumenisches Gottesdienst startete ein Laternenumzug über den Schülershof zum Hallmarkt, auch hier begleitet vom heiligen Martin zu Pferde. Pfadfinder verteilten am Martinsfeuer die traditionellen Martinshörnchen an die Besucher. Gefeiert wurde auch in der Pauluskirche, der Luthergemeinde und der Johanneskirche sowie vielen Kitas.

Das Fest wird alljährlich am 11. November gefeiert und geht auf den heiligen St. Martin von Tours zurück, der an diesem Tag im Jahr 397 beigesetzt wurde. Martin von Tours wurde 316 als Sohn eines römischen Militärtribuns im heutigen Ungarn geboren. Mit 15 Jahren trat er in die Armee ein. In diese Zeit fällt die bekannte Begegnung mit dem frierenden Bettler am Stadttor von Amiens, dem Martin eine Hälfte seines Mantels gab. Martin bewegte dieses Erlebnis so sehr, dass er bald darauf den Militärdienst quittierte und sich taufen ließ. Später zog sich Martin als Einsiedler auf eine Insel nahe Genua zurück. Schon da galt Martin als ein Heiliger Gottes. Im Jahr 371 wurde Martin vom Volk zum Bischof von Tours in Frankreich gewählt. Martins Kampf gegen die Missstände innerhalb der Kirche brachte ihm allerdings auch Feinde ein, was ihn aber nicht beirrte. Er starb auf einer seiner vielen Seelsorge-Reisen durch sein Bistum am 8. November 397 in Candes bei Tours.

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