Halles Innenstadt: bald fast autofrei?

14. März 2021 | Veranstaltungen | 1 Kommentar

Am 18.03.2021 von 18:00 bis 19:30 Uhr wird eine digitale Podiumsdiskussion zu dem derzeit heftig
diskutierten Stadtratsbeschluss zur „weitestgehend autoarmen Altstadt“ in Halle stattfinden. Mit der
vom HalleZero e.V. organisierten Veranstaltung soll ein Raum geschaffen werden, in dem ein offener
und sachlicher Diskurs möglich ist und ein gemeinsamer Weg gefunden werden kann, den
Herausforderungen, die auf unsere Stadt zukommen, bestmöglich zu begegnen. An der auf Youtube
gestreamten Veranstaltung können sich alle Bürger und Bürgerinnen der Stadt beteiligen, in dem sie
Fragen an die Podiumsteilnehmer über die Kommentarfunktion stellen. Dafür lädt HalleZero e.V. alle
Interessenten herzlich ein, diesem Link zu folgen.

https://www.youtube.com/watch?v=laLyNpF-DEA

Im Podium diskutieren sowohl ein Vertreter der IHK, ein Vertreter der Citygemeinschaft, als auch die
Stadtverwaltung vertreten durch Herrn Rebenstorf. Weiterhin wurden für den Gästeraum der
Zoomveranstaltung sowohl Menschen eingeladen, die dem Konzept zur „weitestgehend autoarmen
Altstadt“ skeptisch gegenüberstehen, als auch Mitbürger und Mitbürgerinnen, die in dem Vorhaben
vor allem Wachstumschancen für unsere Stadt, hin zu mehr Lebensqualität sehen und eine Belebung
des gesamten, durch Onlinehandel und durch außerstädtische Einkaufscenter gebeutelten,
Innenstadtbereich erwarten. Alle Perspektiven sollen gehört und neue Impulse für die
Weiterentwicklung unserer Stadt gesetzt werden. Der Verein HalleZero e.V. ist sehr dankbar, dass das
Podium durch zwei renommierte Experten im Bereich Mobilität unterstützt wird. Neben Herrn Prof.
Knie wird uns auch Herr Prof. Hupfer dabei unterstützen, unserer Diskussion ein sachliches Fundament
zu geben. „Eine Fläche kann man nur einmal vergeben und wir sollten uns gut überlegen, was wir
daraufstellen“ (Prof. Hupfer).

In diesem Sinne hofft der Verein auf einen für alle Seiten gewinnbringenden Austausch.
Das am 25.11. 2020 vom Stadtrat verabschiedete Konzept einer weitestgehend autoarmen Altstadt
folgt einem deutschland- und europaweiten Trend: Der in den letzten Jahrzehnten immer größer
gewordenen Raum für Autoverkehr und Parkplätze in unseren Städten wird schrittweise wieder für
andere Zwecke, wie Fuß- und Radwege, Außengastronomie und -handel, sowie das Erlebnis von Kunst
und Kultur, Tourismus und Entspannung zurückzugewinnen.

Natürlich verursachen solch grundlegende Veränderungen immer Unsicherheiten und auch Ängste bei
Betroffenen, d.h. dem innerstädtischen Handel und den Anwohner*innen. Diese fanden in einem
gegen diesen Beschluss durchgeführten Bürger*innenbegehren Ausdruck, welches am 25.03. 2021 im
Stadtrat diskutiert wird. Da einige europäische Städte, wie z.B. Wien, Pontevedra, Oslo oder Barcelona
in der Gestaltung einer anderen innerstädtischen Mobilität aber schon viel weiter sind, gibt es die
Möglichkeit aus den dort gemachten Erfahrungen zu lernen und unsere Chancen optimal
herauszuarbeiten, denn niemand sollte „das Rad zweimal erfinden“. Erst kürzlich beleuchteten die
Scientists for Future Halle die Vor- und Nachteile unterschiedlicher Mobilitätsformen in einem
sachlichen Videobeitrag auf Youtube und stellten den beträchtlichen Wert einer autoarmen Altstadt
eingängig dar.
https://www.youtube.com/watch?v=kjNBenL7AYE&t=4s

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