Händel zu Hause – Von Böhmen nach Europa

3. Februar 2015 | Veranstaltungen | Keine Kommentare

Die Konzertreihe „Händel zu Hause“ des Händelfestpielorchesters widmet sich am Donnerstag, den 5. Februar um 19.30 Uhr in der Aula des Löwengebäudes fünf böhmischen Komponisten, die in ihrer Heimat ausgebildet wurden und dann in bedeutenden europäischen Musikzentren Karriere machten.
Händelhaus
Charles Burney sparte nicht mit großen Worten, als er Ende des 18. Jahrhunderts durch Böhmen reiste und bezeichnete die Region als „Konservatorium Europas“. – Der englische Musikgelehrte musste es wissen, hatte er doch zahlreiche Musikmetropolen besucht und dabei die künstlerische Elite der Zeit kennengelernt. Viele gebürtige Böhmen ließen sich demnach in ihrer Heimat, vor allem in Prag, ausbilden und schwärmten danach auf den gesamten europäischen Kontinent aus. Eine besonders enge Verbindung der böhmischen Musiker bestand nach Wien, wo etwa Adalbert Gyrowetz, Johann Baptist Vanhal und Leopold Kozeluch wirkten. Ohne ihr profundes Können wäre das Gesamtbild der Wiener Klassik nicht denkbar gewesen. Aber auch andere Städte waren Anziehungspunkte für böhmische Musiker, so etwa Dresden (Jan Dismas Zelenka), Mannheim (Johann Stamitz), Gotha (Georg Anton Benda) und Berlin (Franz Benda).

Das Händelfestspielorchester unter Leitung von Bernhard Forck zeichnet in seinem dritten Abonnementskonzert diesen Weg der böhmischen Musiker nach Europa nach.
Karten zum Preis von 18 € / erm. 8 € hält die Theater- und Konzertkasse bereit.

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