Franckesche Stiftungen in Halle feiern Welterbefest

19. Juni 2014 | Veranstaltungen | Keine Kommentare

Mit 4 Talern und 16 Groschen legte August Hermann Francke im Jahr 1695 den Grundstein für die Glauchschen Anstalten, die heutigen Franckeschen Stiftungen. Mehr als 300 Jahre später soll dieses Vermächtnis nun zum UNESCO-Weltkulturerbe werden. Und das feiern die Stiftungen mit einem Wiesenfest vor dem Historischen Waisenhaus.
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Am Sonntag, den 29. Juni 2014, wird von 11 bis 18 Uhr bei freiem Eintritt gefeiert. Denn Ende September soll der Antrag bei der Welterbekommission in Paris eingereicht werden. Und vielleicht stehen die Stiftungen schon bald in einer Reihe mit den Pyramiden Ägyptens, den Lagunen Venedigs, der Freiheitsstaue in New York, dem asiatischen Schattentheater, dem Grand Canyon und dem Wattenmeer.

Das Wiesenfest stellt die Nominierung der Franckeschen Stiftungen in den Kontext der Vielfalt der Welterbe-Stätten mit zahlreichen Mitmachangeboten und Ausflügen zu musikalischen und kulinarischen Schätzen der Welt.

Francke Lindenblütenfest sv-02So kann man vor den Kulissen der Lagunen Venedigs seine künstlerische Ader beim Gondel- und Maskenbau frei entfalten. Einmal in Bastellaune gekommen, kann man sich auch an asiatischen Schattentheaterfiguren versuchen oder weiter zum Ayers Rock gondeln, um dort den Schmuck und die Kunst der Aborigines zu bestaunen. In Ägypten angekommen, gibt es eine Pyramide zu besteigen oder man probiert sich am ältesten bekannten ägyptischen Schriftsystem, indem man sich durchs Hieroglyphen-ABC stempelt. Und Architekturinteressierte können etwas über den Fachwerkbau zu Franckes Zeiten erfahren. Natürlich informieren die Stiftungen auch über den Bewerbungsprozess bis 2016. Ergänzt werden die Mitmachnagebote unter anderem mit musikalischen Hörbeispielen, einem Quiz-Duell für Welterbe-Kenner und natürlich auch kulinarischen Delikatessen, denn schließlich gehört auch die mediterrane Küche zum UNESCO-Welterbe. Das kulturelle Highlight bildet der Auftritt des Improvisationstheaters „Die Gorillas“ aus Berlin, die in die Welt der Grimms Märchen entführen.

Programm Wunderwerke Welterbe
Wiesenfest für die ganze Familie
Sonntag | 29. Juni 2014 | 11 – 18 Uhr

11 – 18 Uhr | Kreatives, Kulinarisches und Musikalisches
Gondel- und Maskenbau vor den Lagunen Venedigs, Ägyptens Pyramiden zum Erklettern und Erkunden, asiatische Schattentheaterfiguren selbst gebaut, Schmuck und Kunst der Aborigines am Uluru, mediterrane Küche von Croque Monsieur bis Tapas, Weltmusik mit dem halleschen Duo „Salon Pernod“, Quiz-Duell für Welterbe-Kenner, Fachwerkbau fast wie zu Franckes Zeiten und vieles mehr

12 Uhr | Eröffnung mit dem Oberbürgermeister
Zusammen mit dem Oberbürgermeister Bernd Wiegand wird der Direktor der Franckeschen Stiftungen Dr. Thomas Müller-Bahlke das Fest eröffnen und dabei auch den ersten druckfrischen Briefmarkensatz (4 Marken im Schmuckbogen) mit Motiven der Franckeschen Stiftungen übergeben, der auf dem Weg zum Welterbe vom MZZ-Briefdienst herausgegeben wird und während des Festes mit Ersttagsstempel käuflich erworben werden. Auch eine originale Postkutsche wird vor Ort sein, mit der die Gäste durch das historische Stiftungsgelände fahren können.

12.30 Uhr | 14.30 Uhr | 16 Uhr | Improvisationstheater „Die Gorillas“
Das Berliner Ensemble »Die Gorillas« spielt seit 1997 zusammen. Zehn SchauspielerInnen und 2 Musiker improvisieren spontan und nach den Vorschlägen der Zuschauer Geschichten und Charaktere. Dabei holen sie das ganze Leben auf die Bühne und inszenieren es jedes Mal neu. Das feste Ensemble »Die Gorillas« hat sich dem professionellen Improvisationstheater verschrieben und spielt für Menschen aller Altersgruppen; Familien, Jugend- und Studentengruppen zählen zu den regelmäßigen Besuchern. Zum Wunderwerke Welterbe – Fest werden drei SchauspielerInnen zu den Märchen der Brüder Grimm improvisieren.

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