Der Spätsommer im Objekt 5

31. Juli 2019 | Veranstaltungen | 1 Kommentar
Der Kulturverein OBJEKT 5 e.V., Seebener Straße 5,  startet mit Schwung in den Spätsommer, der nach einigen Zeitgenossen zufolge etwas kühler sein darf. Wir sagen, genießen wir die warmen Nächte, solange wir noch können, zum Beispiel bei einem schönen Konzert:
Zuerst im Überblick, der August im Objekt 5:
Fr 2,  20 Uhr: Christian “Sorje” Sorge solo (hal)
Sa 3, 20 Uhr:  Lüül & Band (d), siehe unten
Mo 5. 21 Uhr: Jazz Jam Session – Eintritt frei
Fr 9, 20 Uhr: Kliffs (can), siehe unten
Sa 10, 14 Uhr: Disko Deluxe – Tanzen trotz Behinderung
Sa 10, 20 Uhr: Frollein Smilla (d), siehe unten
Do 15, 20 Uhr: Tijuana Cartel (austr)
Do 22, 20 Uhr: local heroes Bandcontest – Vorausscheid Sachsen-Anhalt
Fr 30, 20 Uhr: Up2dance (hal)

Lüül auf Damenbesuch

Einzel vorstellen möchten wir folgende Konzerte:

Sa 3.8. 20 Uhr
Lüül & Band (d) Damenbesuch im Fremdenzimmer
s. Eingangsfoto
Als Banjospieler der 17 Hippies, aber nicht nur als solcher, hat Lüül mehr als die halbe Welt bereist und davon handeln seine Lieder. Mit Lüül lernt man die Welt kennen. Mit seiner rauen Stimme erinnert er an einen Seemann, der aus jedem Hafen der Welt eine neue Moritat zu berichten hat. Ob als Rocker, als Tango-Spieler, als Polka-Hannes, als balladesker Frauen-Freund, als Lagerfeuer-Romantiker, als Dub-Rastafari oder als Weltmusik-Exot – immer versprüht er eine Prise trockenen Humors, immer wieder erweist er sich als schräger Poet.
Alles groovt, ist tanzbar und von treibender Lebenslust durchtränkt. Die aktuelle CD „Fremdenzimmer“ steht im Mittelpunkt des Live Programms. 2019 wird es
erweitert durch Lüül Klassiker wie „Verliebt in Du“, „Neulich im Puff“, „Untergang“ oder „Mach das Leben schön“ von seiner legendären „Damenbesuch“ CD. Begleitet von der wunderbaren Kerstin Kaernbach an so exotischen Instrumenten wie Theremin und Singender Säge, mit Kruiskos groovigem Akkordeon und Daniel Cordes
virtuosem Kontrabass entfalten Lüüls Songs einen mitreißenden Charme. Das ist eigenwillig und authentisch, und wird mit Berliner Chuzpe präsentiert. Souverän gelingt Lüül & Band der Spagat zwischen Tiefgang und Humor, Alltags-Wahnsinn und bewegenden Momenten.
Lüül ist Berliner Sänger, Liedermacher und Gitarrist (bürgerlich Lutz Graf-Ulbrich), der als Gitarrist bei den Krautrockbands Agitation Free und Ash Ra Tempel, und der Velvet Underground-Sängerin Nico tätig war. Er hatte den Neue Deutsche Welle Hit „Morgens in der U-Bahn“, gründete das Rocktheater Reineke Fuchs und ist seit Anfang an bei den 17 Hippies. Nachzulesen in Lüül`s Autobiografie „und ich folge meiner Spur“. Über seine Zeit mit Nico erschien 2016 in deutscher und englischer Sprache sein Buch „Nico – Im Schatten der Mondgöttin / Nico – In The Shadow Of The Moon Goddess“. Freuen Sie sich auf Lüül und Damenbesuch im Objekt 5!
Bandbesetzung:
Lüül: Gesang, Gitarre, Banjo, Ukulele
Kruisko: Akkordeon, Marimba, Gesang
Kerstin Kaernbach: Geige, Bratsche, singende Säge, Theremin, Flöte, Gesang
Daniel Cordes: Kontrabass, Gesang
Fr 9.8. 20 Uhr
Kliffs (can)
Wie so einige Bands, die bei uns das Anhängsel (Kanada, Australien, Neuseeland, Israel tragen) kommt die nächste Band aus Berlin. KLIFFS ist ein in der deutschen Hauptstadt ansässiges, kanadisches Duo bestehend aus Mark Bérubé (Gitarre, Keyboard, Gesang) und Kristina Koropecki (Cello, Synthies, Gesang). Die beiden lernten
sich vor zehn Jahren in einem improvisierten Mile-End Proberaum kennen, als Kristina Teil des Solo-Projekts von Mark wurde. Mehrfach tourten sie zusammen mit Marks Band durch Kanada und Europa, 2014 zogen sie schließlich nach Berlin. Nach einer kurzen Pause, in der beide ihre Kraft in andere Projekte steckten, schlossen sich die beiden 2018 wieder als Duo unter neuem Namen zusammen.
​KLIFFS schreiben Klanggedichte für die ewig Verweilenden und Popsongs für schüchterneTänzerInnen. Sie saugen die Ruhe der frühen Morgensonne auf, die die Wolkenwände kitzelt,und mischen sie mit Songs für nächtliche Fahrradausflüge in der Innenstadt.KLIFFS sind talentierte und erfahrene Musizierende, die es sich zur Aufgabe gemacht haben,ihre Instrumente und ihre Stimmen zu verbinden, um ein feines Gleichgewicht in ihrenLiedern zu schaffen. Koropecki’s klassische Musikausbildung und ihre grenzenlose Neugierauf neue Klänge ergänzen perfekt Bérubé‘s Wertschätzung des traditionsreichenLiedermacherhandwerks, bei dem die Texte im Mittelpunkt stehen. Ihr erstes Album „Temporary Cures“ wird 2019 erscheinen.

Frollein Smilla singt dreckige Piratenchöre im Objekt 5

Sa 10.8. 20 Uhr
Frollein Smilla (d) Freak Cabaret Tour
„Lasst uns doch mal eine Band gründen, in der wir nur unsere Lieblingslieder spielen! Oder sogar unsere eigenen…?” Mit Hilfe eines guten Freundes fanden sie schnell ihren Namen, und ein Datum, an dem sich FROLLEIN SMILLA zum ersten mal auf einer Bühne präsentieren
konnte. Die starke Verbindung zwischen Publikum und Band, und viele Anfragen nach ihrem ersten Gig machten deutlich, dass dieses Projekt weit über einen kleinen Scherz hinausging: FROLLEIN SMILLA war gegründet und es gab kein zurück! Desna Wackerhagen (Vocals,
Gitarre) und Anja Lotta (Piano, Akkordeon, Backgroundvocals) sammelten bereits mit dem “Electronic Swing Orchestra” gemeinsame Banderfahrungen, unter anderem die, dass es auf Dauer einschränkend sein kann, ein festgelegtes Genre bereits im Bandnahmen zu
manifestieren. Die Idee, wieder mehr akustische Musik zu machen, rief daraufhin FROLLEIN SMILLA ins Leben. Ein Bandprojekt, das vor allem eines ermöglichen sollte: emotionale Vielfältigkeit durch Musik zum Ausdruck zu bringen. Zwischen Leichtigkeit und Lebensfreude und Raum für Tiefe und Traurigkeit, zwischen Feiern und Tanzen und dem gemeinsamen Spüren von Nähe und Intimität; ein Projekt, das berühren, zusammenbringen und mitreißen sollte und sich dabei bewusst nicht um Genrefestlegungen schert, was zu einem der Charakteristika dieser Gruppe führte: Stilistische Beschreibungen wie “Folkballadendschäßfunkpiratinnenliebesblues” sind zwar ziemliche Zungenbrecher, aber auch eine erstaunlich genaue Bezeichnung dessen, was ihre Musik ausmacht.
So treffen funkige Gitarrenriffs auf sanfte Pianoklänge, dreckige Piratenchöre auf romantisches Akkordeon, drückende Bläserlines auf souligen Leadgesang und ergeben
gemeinsam einen stets überraschenden aber dennoch immer wiederzuerkennenden Smillasound. Mit Desna Wackerhagen (Leadvocals, Gitarre), Anja Lotta (Piano, Akkordeon,Backgroundvocals), Leon Albert (E-Gitarre, E-Bass), Julius Kaufmann (Trompete), RobinLangner (Posaune), Emilia Wackerhagen (Vocals), und Johannes Kempka (Schlagzeug) sindsie in der aktuellen, seither kreativ extrem fruchtbaren Besetzung, zusammengewachsen.

Mittlerweile blickt die Band auf über 100 Konzerte zurück, darunter Auftritte beim Fusion Festival und der at.tension, der Kunstmesse NordArt, im Apex Theater Göttingen, dem Radio Eins (RBB) Geburtstag, Inselleuchten Festival als Support von Element of Crime, Brückenfestival Ludwigsfelde, Open Air Mülheim an der Ruhr , Open Air ‘s in Nürnberg, Stuttgart, Frankfurt oder Berliner Konzerthäusern wie Festsaal Kreuzberg, Gretchen, Kulturkeller, MenschMeier, Badehaus. Dezember 2016 wurde das erstes Studioalbum “Golden Future” veröffentlicht, das mithilfe einer Crowdfundingkampagne professionell und
DIY produziert wurde.
Gewinn der Freiburger Leiter, Publikumspreis der Sparte Musik der Kulturbörse Freiburg 2019. Im Mai 2019 erscheint das zweite Album „Freak Cabaret“ via T3 Records / Galileo! Es lohnt sich, nicht verpassen!
Objekt 5, ToK
Print Friendly, PDF & Email
Ein Kommentar

Kommentar schreiben