25 Jahre friedliche Revolution: Veranstaltungen zur Wende in Halle

1. Oktober 2014 | Veranstaltungen | 1 Kommentar

Die Ereignisse des Herbstes vor 25 Jahren haben die Welt verändert. Im Herbst 1989 gab es auch in Halle (Saale) Montasgdemonstrationen und Friedensgebete. Dazu gibt es in den nächsten Tagen einige Veranstaltungen.
Ausstellung SED - wenn du nicht gehst_2
Den Auftakt bildet am Dienstag, dem 7. Oktober um 17 Uhr, eine Podiumsdiskussion im Salinemuseum. Unter dem Veranstaltungstitel „Jugendopposition: Politischer Widerstand – Friedliche Revolution – demokratische Mitgestaltung“ spricht Birgit Neumann-Becker, Landesbeauftragte für Stasi-Unterlagen, mit Sabine Wolff vom Neuen Forum und Dietmar Webel, der als Jugendlicher gegen die Ausbürgerung von Wolf Biermann protestierte.

Am 8. Oktober um 15.30 Uhr wird in der Konzerthalle Ulrichskirche der Film „Das Leben der Anderen“ gezeigt. Anschließend gibt es Gesprächsforum. Dabei wollen die Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen (ACK) und die Stadt Halle (Saale) aus Anlass des Tages der Deutschen Einheit an die Friedliche Revolution in Halle (Saale) vor 25 Jahren erinnern. Zeitzeugen, Schauspieler, Kirchenvertreter und Computerexperten diskutieren im Anschluss an die Filmvorführung über Macht, Informationen und das Interesse am Leben anderer Menschen in der Vergangenheit und heute. Erwartet wird unter anderem der frühere SED-Politiker und frühere DDR-Ministerpräsident Hans Modrow.

Am Samstag, dem 11. Oktober um 18 Uhr, liest dann Peter Wensierski im Salinemuseum aus seinem Buch „Die verbotene Reise – Die Geschichte einer abenteuerlichen Flucht“. Wensierski, der in den 80er Jahren als Westkorrespondent in der DDR tätig gewesen ist und heute für den Spiegel arbeitet, schildert darin die Geschichte zweier Ostdeutscher, die sich 1987 auf eine 10.000 Kilometer lange verbotene Reise nach China begeben haben, um die DDR zu verlassen.

Den Abschluss der Veranstaltungen bildet am Dienstag, dem 21. Oktober, ein Podiumsgespräch in der Georgenkirche, einem der Orte in Halle, die symbolträchtig für die friedliche Revolution in der Stadt stehen. Ab 19 Uhr erwartet Kultusminister Stephan Dorgerloh zum „Zeitzeugengespräch 25 Jahre friedliche Revolution“ Wolfgang Berghofer (ehemaliger SED-Oberbürgermeister von Dresden), Heidi Bohley (Zeitgeschichten e.V. Halle) und Axel Noack (Bischof i.R.).
Ausstellung SED - wenn du nicht gehst_2
Zudem ist bis 19. Oktober im Salinemuseum die Schau „SED – wenn du nicht gehst, dann gehen wir“. Die Bundesstiftung Aufarbeitung, die Landeszentrale für politische Bildung Sachsen-Anhalt, die Landesbeauftragte für die Stasi-Unterlagen und die Stiftung Gedenkstätte Sachsen-Anhalt haben die Wanderausstellung konzipiert, welche die Friedliche Revolution in der DDR und den Prozess zur Deutschen Einheit dokumentiert. Das Hauptaugenmerk gilt dabei den Protagonisten der Bürgerrechtsbewegung, deren massenwirksame Aktionen entscheidend zum Sturz des SED-Regimes, zur Durchlässigkeit der innerdeutschen Grenze und schließlich zur Vereinigung der beiden deutschen Staaten beitrugen. Die Schwerpunkte liegen bei der Darstellung der Aktivitäten der oppositionellen Basisgruppen sowie der Ausreiseantragsteller im Frühjahr 1989, der im Sommer 1989 einsetzenden Fluchtwelle, der Formierung neuer Bürgerbewegungen und Parteien, landesweiten Demonstrationen und Kundgebungen im Herbst 1989, der Grenzöffnung, der programmatischen Neuausrichtung der Oppositionsgruppen, die Verschiebung der Machtverhältnisse bis zu den Wahlen im März 1990 und dem Prozess zur Wiederherstellung der staatlichen Einheit. Die Ereignisse werden den Besuchern anhand von zeitgenössischen Dokumenten, aufgezeichneten Erinnerungsinterviews mit damaligen Akteuren und Sequenzen aus zeitgenössischen TV-Beiträgen vermittelt. Geöffnet ist täglich von 10 bis 17 Uhr.

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