Nikolausschwimmen, Konzerte, Schausieden: das 2. Adventswochenende in Halle

4. Dezember 2014 | Veranstaltungen | Keine Kommentare

Das 2. Adventswochenende in Halle (Saale) hat wieder eine Menge zu bieten. So locken neben dem großen Weihnachtsmarkt auch wieder viele kleine Adventsmärkte. So laden unter anderem der Backmischungs-Hersteller Kathi, Initiativen am Saaleufer, das Peißnitzhaus und das Objekt 5 ein. Eine Übersicht gibt es hier.

An beiden Tagen ist die Parkeisenbahn wieder von 10 bis 16 Uhr unterwegs, zum letzten Mal in diesem Jahr. Der Nikolaus wird die Züge begleiten und kleine Überraschungen an die jüngsten Fahrgäste verteilen.

Außerdem gibt es viele Konzerte und andere Mitmachaktionen:

Sonntag, 7. Dezember
pauluskirche6Der letzte Jazzgottesdienst der Evangelischen Paulusgemeinde in diesem Jahr findet am kommenden Sonntag, d. 7. Dezember 2014 um 10.00 Uhr im Paulusgemeindehaus Robert-Blum-Straße 11a statt. In der fünften Veranstaltung dieser Jazzreihe werden Liebhaber dieses Genres nochmals auf „alte Bekannte“ dieser Musikszene treffen. Bastian Duncker (Saxophon) und Freunde sorgen zusammen mit Kirchenmusikdirektor Andreas Mücksch für die musikalische Gestaltung des außergewöhnlichen Gottesdienstes. Anknüpfend an die bereits etablierte Reihe von Literaturgottesdiensten wollte die Paulusgemeinde mit den 2014 neu ins Leben gerufenen Jazzgottesdiensten noch mehr Menschen ansprechen, die nicht zu den traditionellen Gottesdienstbesuchern zählen. Professionelle Musiker sowie Mitglieder der Paulusgemeinde wirkten bei diesen thematisch sehr verschiedenen Gottesdiensten mit. Im nunmehr letzten Jazzgottesdienst 2014 steht der wiederkommende Menschensohn am Ende der Zeit, also das zentrale biblische Motiv des zweiten Advents, im Zentrum der Gottesdienstfeier. Im Einklang von Wort und Musik bewegt sich dieser ungewöhnliche Adventsgottesdienst auf dem schmalen Grat zwischen Bangen und Hoffen. Pauluskirchen-Pfarrer Christoph Eichert wird die Predigt halten.

»Winterträume« lautet der Titel des 3. Sinfoniekonzertes der Staatskapelle Halle am 7. Dezember um 11 Uhr in der Georg-Friedrich-Händel Halle und nimmt Bezug auf Pjotr Tschaikowskis Erste Sinfonie. Aber mit Lebkuchenmännchen, knisternden Kaminen und Schlittschuhgaudi will man die Musik wahrlich nicht assoziieren. Der junge Komponist scheint sich in seiner Ersten Sinfonie gegen ein erstarrtes Russland und seine menschenfeindlichen politischen Eiszeiten zu wenden. So zitiert er im zweiten Satz das Lied des Barden aus Michail Glinkas Oper „Ruslan und Ludmila“, der in finsteren Zeiten von einem friedliebenden Menschen der Zukunft singt, dem martialisches, militärisches Treiben ein Gräuel ist. Eine Prophezeiung, die keine Erfüllung findet. Am Ende siegt die kriegerische Kälte. Im ersten Teil des Sinfoniekonzertes stehen mit Rodion Schtschedrins Konzert Nr. 1 und Alfred Schnittke Concerto grosso Nr. 2 zwei ganz unterschiedliche Werke von Zeitgenossen auf dem Programm – beide Komponisten wurden Anfang der 1930er Jahre in der Sowjetunion geboren. Das Konzert für Orchester Nr. 1 »Freche Orchesterscherze« war das erste Werk, mit dem sich Schtschedrin auf der internationalen Bühne etablierte. Dabei ist der Titel des Werkes, Озорные частушки, praktisch unübersetzbar. Oзорной kann man zwar tatsächlich mit »frech« wiedergeben, oder auch »übermütig« частушка ist eine ganz charakteristische Form russischer Scherzgesänge… Schnittkes Concerto grosso Nr. 2 hingegen bezieht sich natürlich auf die Musik des Barock, die Werke Corellis und Händels, aber die Besetzung entspricht dem Sinfonieorchester des 19. Jahrhunderts und bezieht darüber hinaus zahlreiche Schlaginstrumente, Elektrogitarre, Bassgitarre, Klavier, Cembalo und Celesta ein.
Staatskapelle Halle wird von dem Dortmunder Generalmusikdirektor Gabriel Feltz geleitet. Solisten von Schnittkes Concerto grosso sind Konzertmeister und Kammervirtuose Arkadi Marasch und der Cellist Ramon Jaffé. Karten zum Preis von 24,- bis 12 Euro (erm. 8 Euro) für dieses Konzert hält die Theater- und Konzertkasse bereit.

Am 7. Dezember 10 Uhr kommt es im Kunstforum Halle zu einer weihnachtlichen „RückVerführung“. Die Schauspielerin Katrin Schinköth-Haase verzaubert dann als Martha Zimtstern mit ihren Liedern und Geschichten Alt und Jung und nimmt alle mit auf eine weihnachtliche Erinnerungsreise. Weihnachten vergangener Tage: Ein besonderer Duft von Gebäck, Gewürzen und Orangen liegt in der Luft; weihnachtliche Weisen erklingen gesungen durch den Raum; die Kinder studieren eifrig Verse für den Weihnachtsmann und, ach, die schönen Nachmittage, an denen Geschenke gebastelt werden … Die Erinnerung an Weihnachten vergangener Tage geht nicht verloren. Denn dafür sorgt Martha Zimtstern. Jedes Jahr um die Weihnachtszeit wird sie an jeweils einen Ort gesandt, um die alten Bräuche zu teilen und den wahren festlichen Zauber zu verbreiten. So schneit sie dieses Jahr in unsere „gute Stube“ und nimmt die Kinder mit auf eine Weihnachtserinnerungsreise. Marthas Ideen, Geschichten und Lieder bringen in jeden Raum feierlichen Glanz und jedem Kind weihnachtliche Vorfreude.

Am kommenden Sonntag , d. 7. Dezember 2014 ist es wieder so weit. Die „Musik im Kerzenschein“ wird wieder hunderte Menschen zu den zwei Konzerten um 16 Uhr und um 18 Uhr in die hallesche Marktkirche „Unser lieben Frauen“ locken. Jedes Jahr am 2. Advent finden sich Instrumentalisten und Chormitglieder der ganzen Stadt zusammen, um gemeinsam mit den sangeswilligen Gästen das Gotteshaus im Zentrum Halles mit weihnachtlicher Musik zu erfüllen. Die Advents- und Weihnachtsmusik ist als jahrzehntelanges Traditionsevent aus dem vorweihnachtlichen Veranstaltungskalender der Stadt nicht mehr hinweg zu denken. Bei aller Tradition, in diesem Jahr werden zwei Neuerungen die Konzerte zu einem musikalisch noch pointierteren Erlebnis werden lassen. So singen und musizieren erstmals Mitglieder hallescher Kirchenchöre und Orchester gemeinsam mit einem kommunalen Kinderchor, dem Chor der Huttenschule. Dieses um 16 Uhr beginnende Konzert steht unter der gemeinsamen Leitung von Ralf Splittgerber (Landeskirchliche Gemeinschaft) und Klaus Rhode (Huttenschule). Die um 18.00 Uhr beginnende zweite musikalisch-besinnliche Stunde gestalten dann schwerpunktmäßig die Blechbläser unter der Leitung von Landesposaunenwart Frank Plewka. Unverändert bleibt natürlich die Aufforderung an die anwesenden Gäste, wie auch schon in den vergangenen Jahren beide Konzerte in alter Manier sangesgewaltig zu unterstützen. Das gemeinsame Singen und Musizieren wird zusätzlich durch das Orgelspiel des Marktkirchenkantors Irénée Peyrot begleitet. Der Eintritt zu beiden Veranstaltungen ist frei! Am Ausgang wird um eine Spende gebeten, die in Gänze der sozialen Arbeit der Evangelischen Stadtmission Halle zukommen wird.

Zu einem Adventskonzert mit dem Universitätschor Halle lädt die Industrie- und Handelskammer Halle-Dessau (IHK) am Sonntag, den 7. Dezember 2014, um 16 Uhr, in den Ludwig-Wucherer-Saal, Franckestraße 5, nach Halle ein. Zu hören sind der Kammerchor des Universitätschores Halle „Johann-Friedrich-Reichardt“ unter der Leitung von Universitätsmusikdirektor Jens Lorenz und Dr. Jens Arndt sowie Wilhelm Menzel (Flöte), Joo-Yeon Kim (Klavier solo) und Friederike Misch (Klavierbegleitung). Der Eintritt ist frei.

Von 14.00 bis 18.00 Uhr findet der traditionelle Kunstbasar der Oper Halle zugunsten von UNICEF statt. Wie jedes Jahr werden sich KünstlerInnen der Ensembles der Oper Halle als „Kunsthändler“ zur Verfügung stellen. Alle Hallenserinnen und Hallenser sind herzlich ins Opernhaus eingeladen, um Weihnachtsgeschenke für Familie und Freunde zu erwerben und damit UNICEF zu unterstützen. Angeboten werden Arbeiten namhafter Bildender Künstler unserer Region – so beispielsweise von Dorothea Fuhrmann, Dieter Gilfert, Karl-Heinz Köhler, Ralf Penz, Ronald Kobe, Rolf Müller, Dietmar Petzold, Klaus Messerschmidt, Karl-Heinz Bock, Dietmar Augustin, Ursula Kirsch. Neben Werken aus Malerei und Grafik kann auch Keramik, Glas und Textiles gekauft werden. Die Einnahmen des Kunstbasars kommen der UNICEF-Aktion „Wasser wirkt“ zugute. Sauberes, kühles Wasser ist für alle Kinder überlebenswichtig. Noch immer sterben täglich 1.800 Kinder unter fünf Jahren an Durchfallerkrankungen. Sie haben kein sauberes Wasser zum Trinken oder Händewaschen und keine sanitären Anlagen. UNICEF hilft weltweit beim Bau von Brunnen und Wasserleitungen, die die Dorfbewohner selbst warten können. Mit der Kampagne „Wasser wirkt“ sorgt UNICEF dafür, dass 500.000 Kinder in sechs Ländern endlich sauberes Trinkwasser erhalten.

„Sind die Lichter angezündet ….“ – unter diesem Motto laden die Salzwirker-Brüderschaft gemeinsam mit dem Technischen Halloren- und Salinemuseum in der Zeit von 10.00 Uhr bis 17.00 Uhr zum Adventschausieden in diesem Jahr auf die Salinehalbinsel, Mansfelder Straße, ein. Es gibt einen kleinen Weihnachtsmarkt. Und auch die Salzkronleuchter werden angezündet.

Trotz frostiger Temperaturen rufen die Saaleschwimmer e.V. alle Saalefans und Hallenser zum traditionellen Nikolausschwimmen in der Saale auf. Ob mit oder ohne Kostüm, alle sind willkommen. Treffpunkt ist um 14.30 Uhr am Saalestrand Ziegelwiese. Also ab ins Maium! Übrigens für heiße Getränke ist gesorgt. Und Glühwein gibt es gratis! Außerdem hat der Saaleschwimmerverein Halle wieder seinen alljährlich selbstgestalteten Kalender herausgebracht. Natürlich ist das Motiv die Saale in Halle bzw. ihr Umfeld. Auf der Webseite des Vereins saaleschwimmerhalle.de findet man dazu nähere Informationen. Hier kann man ihn auch per E-Mail bestellen – Kosten 8,99 Euro, zzgl. Versandkosten von 4,10 Euro. Der Kalender „Impressionen in Halle an der Saale“ in Schwarz-Weiß für 2015 ist ab 24.11.2014 erhältlich.

Im Rahmen der Sonderausstellung „Original bis … Fälschungen zwischen Faszination und Betrug“ am Kunstmuseum Moritzburg Halle (Saale) läuft am Sonntag, dem 7.12., 13:00 Uhr, im Puschkino der Film „Beltracchi – die Kunst der Fälschung“. Zum Film: Was unterscheidet den Künstler vom Handwerker und was ein Original von einer Fälschung? Nach Arne Birkenstocks aufschlussreicher, ganz auf den Kunstfälscher Wolfgang Beltracchi zugeschnittenen Dokumentation stellen sich viele Fragen. Den zu 6 Jahren Gefängnis verurteilten Maler, der sich einst die Lücken im Werkverzeichnis großer Künstler wie Campendonk oder Ernst zunutze machte, zeigt de

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