100 % Mensch: Halle feiert seinen CSD

13. September 2014 | Veranstaltungen | 1 Kommentar

Trotz Nieselregen feierten zahlreiche Hallenser – egal ob schwul, lesbisch, transsexuell, intersexuell oder heterosexuell – auf dem Markt den Christopher Street Day.

Bis in den Abend hinein gab es Gospel, Travestie und auch Politik. Highlight war aber der Wettbewerb mit Nachwuchsbands. Daneben bot das hallesche CSD-Fest auch Vereinen ein Podium, die sich für die Rechte von Schulen, Lesben und Transgendern einsetzen. So stellen sich das BBZ “lebensart”, die AIDS-Hilfe Halle, die Jugendgruppe Queerulanten, das Frauenzentrum Weiberwirtschaft und das Jugendnetzwerk Lambda vor.

Eröffnet wurde der CSD mit dem Hissen der Regenbogenfahnen durch Oberbürgermeister Bernd Wiegand, den Stadtratsvorsitzenden Hendrik Lange, Sozialminister Norbert Bischoff und Justizministerin Angela Kolb vorm Ratshof.

Oberbürgermeister Bernd Wiegand als Schirmherr hob hervor, dass der Christopher Street Day in Halle Jahr für Jahr ausgebaut wird. „Die gesellschaftliche Vielfalt in dieser Stadt verlangt dies auch.“ Sein Ziel sei es, dass irgendwann einmal auch alle Fraktionsvorsitzenden aus dem Landtag auf der CSD-Bühne in Halle stehen. „Da ist noch ne Menge Arbeit.“

Ebenfalls nach Halle gekommen war Sachsen-Anhalts Justizministerin Angela Kolb. Sie hob hervor, dass in Halle direkt auf dem Marktplatz gefeiert wird und die Regenbogenfahnen vorm Stadthaus wehen. „Was ja auch nicht selbstverständlich ist.“ Kolb wolle sich stark machen für gleiche Rechte für Schwule, Lesben und Intersexuelle. „Ich weiß, dass da noch eine Menge Nachholebedarf besteht.“ Sie finde es schade, dass die Bundesregierung immer erst durch das Bundesverfassungsgericht aufgefordert werden muss, konkrete Schritte umzusetzen. Ein gleichberechtigtes Adoptionsrecht für alle, auch für Regenbogenfamilien, sei längst überfällig. Nicht hinnehmbar sei auch, das homosexuelle

Sozialminister Norbert Bischoff sagte, er finde es richtig, dass in der Stadt gefeiert wird, „weil wir alle zusammen gehören“, egal welche Lebensform, da dürfe niemand diskriminiert werden. Vom Ort her könne sich Magdeburg ein Beispiel nehmen.


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