Zugausfälle und Verspätungen: Riesen-Chaos im S-Bahn-Verkehr zwischen Halle und Leipzig

14. Dezember 2015 | Umwelt + Verkehr | 22 Kommentare

Pendler zwischen Halle (Saale) und Leipzig brauchten am Montag viel Geduld. Denn im S-Bahn-Verkehr zwischen den beiden Städten gab es erhebliche Probleme.
s-bahn
Alles fing bereits am Morgen an, als im Leipziger Citytunnel die Loks eines Doppelstockzugs kaputt ging. Erst nach einer dreiviertel Stunde konnte der Schaden behoben werden und die S-Bahnen wieder rollen.

Doch auch für den Rest des Tages gelang es nicht, in den Normalbetrieb zu kommen. So standen am Mittag selbst DB-Mitarbeiter, die zur Schicht wollten, ratlos am Bahnsteig. Reisende hatten sich in ihrer Verzweiflung an sie wenden wollen. So wurde beispielsweise eine S5 nach Zwickau angezeigt, versehen mit eine langen Verspätungszeit und wenig später der Laufschrift „Fällt heute aus“. Um Verspätungen aufzuholen, wurde die S3 mehrfach eingekürzt, der Streckenabschnitt vom Hauptbahnhof bis Trotha nicht bedient.

Und wer es dann in einen der fahrenden Züge geschafft hatte, erreichte sein Ziel ebenfalls nicht immer auf dem schnellsten Weg. Gleich mehrfach mussten die S-Bahnen eine Zwangspause von einer halben Stunde in Gröbers einlegen. „Der vor uns befindliche Streckenabschnitt ist durch einen anderen Zug belegt“, bekamen die Reisenden im Zug von einer automatischen Ansage zu hören.

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  • #194415

    Pendler zwischen Halle (Saale) und Leipzig brauchten am Montag viel Geduld. Denn im S-Bahn-Verkehr zwischen den beiden Städten gab es erhebliche Probl
    [Der komplette Artikel: Zugausfälle und Verspätungen: Riesen-Chaos im S-Bahn-Verkehr zwischen Halle und Leipzig]

    #194416

    Super Service, liebe Bahn ! Da wird der S-Bahn-Verkehr auf der Innerstädtischen Strecke (S7) schon drastisch gekürzt und dann fällt die ersatzweise fahrende S3 auch noch aus. Kein Wunder , warum ich bei der Fahrplanauskunft auf Bahn.de für die Verbindung Halle-Nietleben -Halle-Trotha und zurück Busverbindungen angezeigt bekomme!

    Servicewüste Deutschland kann ich da nur sagen. Und dafür bekommen Planer wahrscheinlich auch noch viel Geld …

    #194418

    Ja, die Mehdornschen Sparbemühungen schlagen durch.
    Und Durchfall ist nicht sehr bekömmlich. Kommt nur …. bei raus.

    #194420

    So schlimm ist es doch garnicht 🙂
    Fahrzeit von Trotha nach Halle HBF normal 10 Min.
    Am Monatg Abfahrt 07.02. + 40 Min. Verspätung . Einfach Top.
    Dann die Anmerkung , 100 Tage Zeit zum Eingewöhnen !!!
    Geh mal zum Dock und der sagt OK. ich operiere dich gerne , aber bedenke ich habe 100 Tage Zeit um raus zu bekommen wie es laufen muss.
    Ich verlasse mich zur Zeit lieber auf die Havag.

    #194443

    Das mit den einhundert Tagen gilt für Abellio und hat mit der von der DB betriebenen S-Bahn nichts zu tun.

    Und es ist mir neu, dass ein Dock „OK“ sagen und operieren kann. Normalerweise legen da Schiffe an und werden be- und entladen.

    Kein Wunder , warum ich bei der Fahrplanauskunft auf Bahn.de für die Verbindung Halle-Nietleben -Halle-Trotha und zurück Busverbindungen angezeigt bekomme!

    Na sei doch froh, dass du die Verbindung korrekt angezeigt bekommst. Schlimmer wäre es, wenn dir die S-Bahn angezeigt würde, obwohl sie nicht fährt. Deine Reaktion ist ein Zeichen dafür, dass, egal, was sich verbessert, die Leute weiter – aber dafür auf höherem Niveau – meckern werden. Vor Computer und Internet gab es überhaupt keine spontane Vorab-Information über Zugausfälle. Da standst du dann gern mal einen halben Tag am Bahnhof, ohne zu wissen, was los ist.

    #194461

    Deine Reaktion ist ein Zeichen dafür, dass, egal, was sich verbessert, die Leute weiter – aber dafür auf höherem Niveau – meckern werden. Vor Computer und Internet gab es überhaupt keine spontane Vorab-Information über Zugausfälle. Da standst du dann gern mal einen halben Tag am Bahnhof, ohne zu wissen, was los ist.

    Ganz sicher nicht. In Zeiten der Bundesbahn ist sowas undenkbar gewesen. Da wurde der Fahrplan eingehalten. Dein Rumgemecker über berechtigte Kritik ist höchst armselig und peinlich.

    #194466

    Selten so gelacht über die Zeiten der Bundesbahn… oder meintest du nicht die deutsche sondern Schweizer BundesBahn? Dann könntest du Recht haben…nach der kannst du die Uhr stellen…

    #194471

    Ohne Schweizer Uhr nützt Dir das aber auch nichts. 🙂

    #194472

    Selten so gelacht über die Zeiten der Bundesbahn… oder meintest du nicht die deutsche sondern Schweizer BundesBahn? Dann könntest du Recht haben…nach der kannst du die Uhr stellen…

    Wie immer keine Ahnung, doch davon viel…

    #194485

    Ganz sicher nicht. In Zeiten der Bundesbahn ist sowas undenkbar gewesen. Da wurde der Fahrplan eingehalten. Dein Rumgemecker über berechtigte Kritik ist höchst armselig und peinlich.

    Zunächst mal meckere ich nicht über berechtigte Kritik an der Unzuverlässigkeit der Bahn, sondern an der unberechtigten Kritik, dass früher alles besser war und jetzt eine „Servicewüste“ herrscht. Die Tatsache, dass der Ausfall (bzw. eine Ersatzverbindung) vorab im Internet abzurufen war, wird überhaupt nicht anerkannt. Sowas muss ja auch erstmal jemand einpflegen. Und bevor es diesen Service gab, gab es nichts, worüber man sich vorab informieren konnte, außer selber zum Bahnhof zu gehen und zu schauen. Früher beschwerten sich die Leute über die Tatsache, dass man nicht vorher über Störungen informiert werden konnte (weil es die technischen Möglichkeiten noch nicht gab), heute beschweren sie sich, obwohl es diese Möglichkeiten gibt. Ergo, jammern auf hohem Niveau.

    Zweitens: Abgesehen davon, dass es in Halle (und im ganzen Osten) nie eine Bundesbahn gab, bezweifle ich ernsthaft, dass die Bahn vor der Privatisierung fehlerfrei war. Auch da haben die Leute gemeckert – sei es über veraltetes Rollmaterial oder dreckige und runtergekommene Bahnhöfe oder verspätete Züge (ja, auch das gab es). Oder man wünschte sich an heißen Sommertagen einen klimatisierten Wagen. Nicht ohne Grund sind immer weniger Menschen mit der Bahn und immer mehr mit dem Auto gefahren.

    Ich empfehle diesen Artikel, um mal wieder zur Besinnung zu kommen: http://www.zeit.de/2014/02/bahn-privatisierung-bahnreform

    Ich sage keineswegs, dass heute alles besser ist. Das war es aber damals auch nicht. Nur die Erinnerung verblasst und man neigt dazu, selbige zu romantisieren. Nicht umsonst fahren Dampfloks heute nur noch wegen der Nostalgie und nicht im Regelverkehr.

    #194490

    Ich hatte es früher nie erlebt oder gehört, dass Züge wegen technischen Defekten liegen geblieben sind, dass die Technik von Zügen wegen Schnee ausgefallen ist oder dass Fahrgäste wegen ausgefallener Belüftung einen Hitzeschock erlitten haben.
    Ich habe die S-Bahn der Deutschen Reichsbahn von Trotha bis Dölau fast nicht benutzt, aber vielleicht kann mal ein Vielbenutzer einen Vergleich zum gegenwärtigen S-Bahn-Chaos ziehen.

    #195028

    Anonym

    Und ddie Streckenführungen wurden auch geändert, so dass ich jetzt umsteigen muss am Hbf. tief, um weiterzukommen.

    #195030

    Ich hatte es früher nie erlebt oder gehört, dass Züge wegen technischen Defekten liegen geblieben sind, dass die Technik von Zügen wegen Schnee ausgefallen ist oder dass Fahrgäste wegen ausgefallener Belüftung einen Hitzeschock erlitten haben…

    Das ist aber reichlich naiv! Selbstverständlich sind solche Sachen „früher“ auch schon passiert. Mit einer Ausnahme vielleicht, denn früher hatten viele Züge keine Klimaanlage – und vor allem hatten sie Fenster, die man öffnen konnte…

    #195034

    Anonym

    Selbstverständlich sind solche Sachen „früher“ auch schon passiert.

    Das hat specki ja auch nicht bestritten. Er hat es nur nie selbst erlebt. Erzählt hat’s ihm auch keiner. Überhaupt finden bestimmte Dinge für ihn erst statt, seit er mehr als zwei Fernsehprogramme empfängt, und ihm jemand gezeigt hat, wie das mit dem Internet funktioniert. Und wenn er erstmal versteht, wie man mit diesen vielen Informationen umgeht … rosige Zeiten sehe ich da auf uns zukommen. 😉

    #195041

    Tritratrullala. der Sacki der ist wieder da.

    #195044

    Tritratrullala. der Sacki der ist wieder da.

    #195045

    Das Bild ist entschieden zu klein…

    #195069

    Anonym

    Da könnt Uhr ruhig weiter singen, es gibt jetzt unheimlich viel Sackis. Zur besseren Kenntlichkeit tragen sie alle rote Mäntel und sind steinalt…
    Man muss sich vor ihnen in „8“ nehmen, sie haben auch eine Rute dabei. Daher auch der Name „Sacki 8“ 🙂

    #195085

    Zugverpätungen gibt und gab es schon immer und wird es auch ohne Sparmaßnahmen der Obrigkeit geben.

    Ich war 2 Jahre in der Schweiz bei meinen Eltern, die Eidgenossen sind und auch dort gibt es auch ohne schweizer Uhr Verspätungen, was aber nicht an der Zuverlässigkeit der SBB insgesamt liegt, sondern am Takt und der Verteilung der Züge und der insgesamt kleineren Fläche an Bahnnetzen, was ja reine Logik ist.

    Beim Vorgehen von Anschlussbrüchen, wird dem Reisenden von Fernfahrten und deren Verspätungen angeboten Staffelfahrten zu benutzen. Das klingt soweit in Ordnung, wenn an Anschlusszügen sowieso an jedem Anschlussbahnhof Züge in alle Richtungen bereit stehen.

    Die SBB nennt dies verankterte Regionen. So werden von Regionen und Agglomerationen getrennte Linien angeboten, die auf die Kantone und Bundesstrecken angeschlossen sind und umgedreht.

    Genauer geschrieben: Regionalzüge wurden in 7 Regionen eingeteilt, die sich dann wiederum wieder in dessen Unterregionen aufteilen bis zum Postbus der die kleinste Einheit zum Anschluss anbietet.

    Kommt also mal ein Fernzug zu spät, setzt man sich eben in den Regionenzug, der einem gewährleistet, dass man vor dem verspäteten Fernzug am Zielbahnhof eintrifft, der sowieso Anschluß an den Regio haben muss. Trifft man den Fernzug einmal nicht, so fährt ein Regio wieder zum nächst, größeren Bahnhof, wo schon ein Fernzug steht oder ein anderer eingefahren ist. So hat der Ursprungszug vielleicht 20 Minuten Verspätung aber man selbst hat dann eben nur 5 Minuten oder maximal 10 Minuten.

    In Deutschland funktioneirt das nicht, weil die Regionen in Verkehrsverbünde und in S-Bahnnetze eingeteilt wurden und jeder da irgendwie selbst dran rumwurschtelt und man bei einem ICE Ausfall eben nicht mit den Regios fahren kann, zumindest nicht an die Fernzüge angeschlossen.

    Die Zusammenarbeit der Regionen in Deutschland ist wenn man mal die HAVAG mit dem MDV vergleicht einfach miserabel, was allerdings daran liegt, dass man sich einfach nicht abspricht oder absprechen möchte. In anderen Bundesländern oder Verkehrsverbünden klappt das einwandfrei.

    #195148

    @Crow
    Gut dargestellt… und das Bonus-Malus-System bringt den Kantonen als Besteller der Nahverkehre wiederum Geld zurück, wenn Züge dort unpünktlich sind. Und unpünktlich war zu meiner Zeit alles über 3 Minuten. Natürlich hing man das nicht so an die Glocke, konnte dann aber zum Jahresende im Tagi oder den 20Min lesen, was da zurück kam… nicht unbeachtliche Summen im Kt. ZH

    #195163

    @10010110

    Ich hatte nicht geschrieben, dass ich die Busverbindung als Ersatz für die Bahnverbindung angezeigt bekomme, sondern anstelle. Insofern ist dies für mich, der ich wie viele andere im übrigen auch, die durchgehende Verbindung bisher sehr gern genutzt habe, kein Service…..

    Und ich meckere auch nicht auf hohem Niveau , ich äußere meine Unmut über die Zustände bei der Bahn zur Zeit. Ich denke, dies sollten noch mehr Leute tun, damit es eben nicht weiter so läuft wie bisher. Da wird die Verbindung nach Trotha bei Verspätungen der S3 mal eben ganz gekappt.

    Im übrigen würde ich dich gern mal erleben, wenn du auf solche „zuverlässigen“ Verbindungen angewiesen wärst!

    #195175

    Ich hatte nicht geschrieben, dass ich die Busverbindung als Ersatz für die Bahnverbindung angezeigt bekomme, sondern anstelle. Insofern ist dies für mich […] kein Service…..

    Ich habe nie behauptet, dass es als Ersatzverbindung angezeigt wird. Du bekommst die momentan schnellste Verbindung angezeigt. Das ist besser als gar nichts angezeigt zu bekommen – wie zu der Zeit, bevor es diesen Anzeigeservice gab – oder eine Verbindung angezeigt zu bekommen, die dann gar nicht existiert. Sowas programmiert sich nämlich nicht von alleine (zugegeben, wenn spontan seitens der Bahn entschieden wird, die S-Bahn im Hbf enden zu lassen, dann kann auch das beste Computerprogramm nicht helfen, wenn man schon auf dem Weg zur Haltestelle ist).

    Im übrigen würde ich dich gern mal erleben, wenn du auf solche „zuverlässigen“ Verbindungen angewiesen wärst!

    Oh, das bin ich, kannste glauben. Erst kürzlich habe ich die „Servicenummer“ der Bahn bemüht, um mich darüber zu beschweren, dass die S-Bahn in Schkeuditz vor den Augen der Passagiere des gerade einfahrenden Schienenersatzverkehrsbusses losfährt. Das frustierendste ist, dass man dann nichtmal die Gewissheit hat, dass das auch bis zum Vorstand (der DB-Regio Südost) durchdringt.

    Die S-Bahn zwischen Halle und Leipzig ist ein ganz spezieller Reizpunkt. Aber ich sehe, dass man sich Mühe gibt.

    #195176

    Anonym

    Meckert hier nich rum, ja! Daderfor jibts offen Bahnhofe Gliehwein for 2 Eiro- is doch Klasse, hä? 🙂
    Ejahl die Meckerköppe- mr muss ooch mah das Jute erwähn‘!! Ts, ts…Prost!

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