Zugausfälle: Bahnstreik traf auch Halle

7. Oktober 2014 | Umwelt + Verkehr | Keine Kommentare

„Zug fällt heute aus“ – nach 21 Uhr bekamen immer mehr Verbindungen am halleschen Hauptbahnhof diese Information. Grund: der bundesweite Streik der Lokführer. Bis zum Mittwochmorgen 6 Uhr legten sie ihre Arbeit nieder. Die Auswirkungen selbst werden laut Bahn noch bis Mittag dauern.
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Betroffen waren nicht nur S-Bahnen zwischen Halle und Leipzig oder Trotha und Nietleben, sondern auch Regionalbahnen zum Beispiel nach Eisenach oder Wittenberg. Auch IC-Züge wurden mit Verspätung angezeigt.

Die Gewerkschaft der Lokführer fordert fünf Prozent mehr Entgelt und zwei Erfahrungsstufen in der Tabelle nach 30/35 Jahren im Beruf, dotiert mit je 60 Euro, eine zweistündige Arbeitszeitverkürzung auf 37 Stunden pro Woche ab dem 1. Januar 2015, eine Senkung der Belastung mit einer Stunde weniger maximaler Fahrzeit auf dem Triebfahrzeug, nur noch 50 statt bisher unbegrenzte Überstunden im Jahr sowie einen 50-prozentigen Zeitzuschlag bei Schichtverlängerungen, dass zur besseren Vereinbarung von Familie und Beruf maximal fünf Schichten in 120 Stunden (fünf Tagen) verplant werden dürfen, freie Wochenenden mindestens von Freitag 22 bis Montag 6 Uhr dauern, der Dienstbeginn nach dem Urlaub nicht vor sechs Uhr erfolgt und dass zur Wertschätzung eine dem Gewinn des Konzerns entsprechende Mitarbeiterbeteiligung gezahlt wird. Die Deutsche Bahn kritisiert die angekündigten Streikaktionen als völlig überzogen und fordert die GDL auf, unverzüglich an den Verhandlungstisch zurückzukehren.

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Fahrgäste, die aufgrund von streikbedingten Zugausfällen, Verspätungen oder Anschlussverlusten ihre Reise nicht wie geplant durchführen können, können ihre Fahrkarte und Reservierung im DB Reisezentrum oder in den DB Agenturen kostenlos erstatten lassen. Alternativ können Reisende den nächsten – auch höherwertigen – Zug nutzen. In diesem Fall wird bei zuggebundenen Angeboten, wie beispielsweise Sparpreis-Tickets, auch die Zugbindung aufgehoben. Ausgenommen hiervon sind regionale Angebote mit erheblich ermäßigtem Fahrpreis (Schönes Wochenende-, Quer-durchs-Landoder Länder-Tickets) sowie reservierungspflichtige Züge. Ergänzend zu den freiwilligen Kulanzregelungen der DB können die betroffenen Fahrgäste auch die gesetzlichen Fahrgastrechte in Anspruch nehmen.

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