Zug-Störungen und Verspätungen: Abellio-Probleme zum Auftakt

13. Dezember 2015 | Umwelt + Verkehr | Keine Kommentare

Seit Sonntag ist das Bahnunternehmen Abellio nun offiziell für weite Teile des Schienenverkehrs im Süden Sachsen-Anhalts zuständig. Doch zum Auftakt hatte das Unternehmen noch mit einigen Problemen zu kämpfen.
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So konnte morgens ein Zug erst mit 30 Minuten Verspätung starten, weil die Beleuchtung im Zug ausgefallen war. Auch am frühen Nachmittag konnte ein Zug von Bitterfeld über Halle nach Kassel erst verspätet starten, weil es hier ebenfalls Probleme am Zug gab. Doch nicht nur technische Störungen gibt Abellio als Grund für Verspätungen an. So sei in einem Fall ein falscher Abstellplatz durch den Fahrdienstleiter zugewiesen worden, weshalb es ebenfalls zu Verspätungen kam. Daneben wurde mehrfach auf Anschlussreisende anderer Züge gewartet. Und bei einer Fahrt am Morgen von Halle nach Eisleben kam es zu eine Verspätung von 25 Minuten, „weil anderen Zügen der Vorrang gegeben wurde“, so Abellio-Sprecher Matthias Neumann.

Alle diese Probleme hatten aber auch Auswirkungen auf weitere Fahrten von Abellio, weil sich die Verspätungen summierten. Abellio spricht von „verspäteter Abfahrt wegen Verspätung aus der vorherigen Fahrt.“

Im Gegensatz zur Deutschen Bahn sind die Echtzeitdaten von Abellio derzeit auch nicht verfügbar, so dass sich Reisende im Vorfeld auch nicht informieren können, ob ihr Zug pünktlich ist. „Die Reiseauskünfte in Echtzeit werden schnellstmöglich aufgeschaltet“, sagt Abellio-Sprecher Matthias Neumann. Derzeit würden sie bereits intern getestet. Allerdings habe es noch ein paar technische Abstimmungsschwierigkeiten zwischen den Schnittstellen bei der DB und Abellio gegeben. „Ehe wir eine Falschinformation geben, haben wir uns dafür entschieden, vorübergehend lieber gar keine Verspätungsinfo zu geben. Wir arbeiten dran und schalten die Info baldmöglichst auf.“

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