Zu teuer: Baustelle Große Ulrichstraße verschiebt sich

24. Februar 2013 | Umwelt + Verkehr | 1 Kommentar

Die geplante Baustelle in der Großen Ulrichstraße in Halle (Saale) verschiebt sich. Grund sind zu hohe Gebote in der Ausschreibung, sagte Baudezernent Uwe Stäglin auf Nachfrage, der von „nicht akzeptablen Preisangeboten“ berichtete. Eigentlich hatte die Stadt mit 5,17 Millionen Euro Baukosten gerechnet. Doch kein Bauunternehmen war offenbar bereit, für diesen Preis mitzumachen.

Nach Angaben von HAVAG-Vorstand Vinzenz Schwarz habe es aus diesem Grund eine Neuausschreibung geben müssen. Derzeit sei man noch in Bearbeitung der eingegangenen Angebote. Wie Schwarz weiter sagte, sei der Baubeginn noch unklar. „Vor Ostern werden wir aber nicht starten.“ Damit verschiebt sich der Baustart um mindestens vier Wochen. Trotzdem wolle man den sogenannten „Weihnachtsfrieden“ einhalten. Während des Weihnachtsmarktes soll die Baustelle unterbrochen und erst Anfang 2014 fortgesetzt werden, „damit die Händler das Weihnachtsgeschäft mitnehmen können“, so Schwarz.

In Vorbereitung der Baumaßnahme zur Umgestaltung der nördlichen Großen Ulrichstraße, müssen in Kürze zwei Bäume in der Geiststraße gefällt werden. Die Bäume im Bereich der Haltestelle Moritzburgring stadtauswärts behindern den künftigen Haltestellenbereich. Stattdessen werden jedoch im Zuge der Bauarbeiten drei neue Bäume in der Geiststraße, Bernburger Straße und Georgstraße gepflanzt. Nach § 39 Abs. 5 Nr. 2 BNatSchG dürfen Bäume nur außerhalb der Sperrfrist vom 1. März bis 30. September gefällt werden. Das heißt die Fällarbeiten müssen bis spätestens 28. Februar abgeschlossen sein, auch wenn die Baumaßnahme zur Umgestaltung der nördlichen Großen Ulrichstraße erst in der zweiten Märzhälfte beginnt. Die Baumfällgenehmigung von der unteren Naturschutzbehörde liegt vor.

Auswirkungen hat der verzögerte Baustart auch auf den Fahrplanwechsel und das neue Liniennetz der HAVAG, Infos dazu hier.

Und das ist geplant:
Zwischen Moritzburgring und Schulstraße wird gebaut, auch in Teile der Geiststraße wird eingegriffen. Hier sollen unter anderem Leitungen und Abwasserkanäle erneuert werden, die Gleise ausgetauscht und Fußwege und Fahrbahn erneuert. Über den Moritzburgring wird zwischen Geiststraße und Großer Ulrichstraße eine Ampel errichtet, damit die Fußgänger gefahrlos die Straße queren können. Die Haltestelle Moritzburgring wird barrierefrei ausgebaut. Zugelassen sein wird in der Straße auch künftig nur noch Anlieferverkehr. Spezielle Radverkehrsanlagen wird es aus Platzgründen nicht geben. Die Borde der Fußwege werden durchgezogen, die Nebenstraßen werden sozusagen abgehangen und eine Platzsituation in den Eimündungsbereichen geschaffen, beispielsweise am Kaulenberg. Im Umfeld sollen nach der Sanierung der Großen Ulrichstraße die verkehrsberuhigten Bereiche auf die Große Nikolaistraße, die Mittelstraße, Bergstraße und Dachritzstraße ausgeweitet werden. Der Kaulenberg wird zwischen Spiegelstraße und Großer Ulrichstraße zur Fußgängerzone. Aufgewertet werden sollen die Plätze vor dem Neuen Theater und der Jägergasse.

Print Friendly, PDF & Email

Kommentar schreiben