Zu Fuß über Deutschlands längste Brücke

27. Juli 2013 | Umwelt + Verkehr | Keine Kommentare

Mit 8,5 Kilometern ist die Saale-Elster-Talbrücke Deutschlands längste Brücke. Am Samstag konnten Interessierte einmal einen seltenen Blick auf die Baustelle werfen. Denn die Deutsche Bahn lud zum Tag der offenen Baustelle ein. Etwa 3.000 Besucher nutzten trotz sengender Hitze von mehr als 35 Grad das Angebot.

So einfach wird man in zwei Jahren nicht mehr über die Brücke kommen. Einzige Möglichkeit bleibt dann ein ICE-Ticket. Denn ab 2015 soll die Verbindung zwischen Halle/Leipzig nach Erfurt in Betrieb genommen werden. Doch bis dahin bleibt noch einiges zu tun. Stromleitungen und Gleise müssen beispielsweise noch verlegt werden. Der Rohbau steht dagegen schon. Highlight dabei ist die 110 Meter lange Stabbogenbrücke aus Stahl, welche den in Richtung Halle abzweigenden Brückenstrang in Richtung Leipzig überquert.

Die Brücke mit 216 Pfeilern ist Teil des Verkehrsprojektes Deutsche Einheit (VDE) Nr. 8. Es umfasst die 500 Kilometer lange Aus- und Neubaustrecke zwischen Nürnberg–Erfurt–Leipzig/Halle und Berlin. Finanziert wird es vom Bund, der Europäischen Union und der Bahn. Die Investition beträgt etwa 10 Milliarden Euro.
Die neue Bahn-Verbindung mit 230 Kilometern Neubauanteil ermöglicht nach Fertigstellung eine Reisezeit von München nach Berlin in etwa 4 Stunden und bietet eine umweltfreundliche Trasse für den Güterverkehr. Die neuen Strecke von Franken durch den Thüringer Wald nach Mitteldeutschland soll 2017 betriebsbereit sein, der Abschnitt zwischen Erfurt und Halle bzw. Leipzig bereits 2015. Fahrzeit Halle–Erfurt: 30 Minuten.

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