Umweltverein: Hufeisensee ist keine Ramschmeile

31. Dezember 2014 | Umwelt + Verkehr | 1 Kommentar

Der Streit um das Für und Wider eines Golfplatzes am Hufeisensee in Halle geht weiter. Nachdem der Stadtrat vor zwei Wochen einen Verkauf an den Investor ablehnte, legte Oberbürgermeister Bernd Wiegand dagegen Widerspruch ein, so dass im Januar eine erneute Entscheidung ansteht.
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Der Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) (AHA) , der bereits mehrfach ein wissenschaftliches Gesamtkonzeptes forderte, welches die Belange des Umwelt-, Natur- und Landschaftsschutzes, des Tourismus und der Naherholung, des Sportes sowie der Land- und Forstwirtschaft untersucht und zueinander abwägt, meldet sich nun erneut zu Wort.

Der Widerspruch Wiegands gegen den untersagten „Ramschverkauf“ sei ein Skandal, so der AHA. Eine Reduzierung des Kaufpreises von dem geschätzten Wert im Umfang von 2.100.000 Euro, um 1.168.000 Euro auf einen Verkaufspreis im Umfang von 932.000 Euro stellt nach Ansicht des AHA eine Schädigung zum Nachteil öffentlichen Eigentums dar. Der Verein fordert Wiegand deshalb auf, den Widerspruch sofort zurückzuziehen und das Votum des Stadtrates anzuerkennen. Daneben ruft der AHA das Land Sachsen-Anhalt, den Landesrechnungshof Sachsen-Anhalt und auch die zuständige Staatsanwaltschaft auf, den Vorgang in allen Richtung zu prüfen, es sei eine Verschwendung öffentlicher Mittel zu befürchten.

Zudem fordert der AHA wiederholt sämtliche geplante Bauvorhaben sofort zu stoppen und stattdessen eine wissenschaftlich fundierte Erstellung einer Nutzungs- und Entwicklungskonzeption für den Hufeisensee in Halle (Saale) anzugehen.

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