Umbau in Nietleben: Bahnhofsgebäude bleibt doch erhalten

9. Februar 2015 | Umwelt + Verkehr | 6 Kommentare

In Vorbereitung der Umbauarbeiten am Bahnhof Halle-Nietleben laufen seit Wochen die Abrissarbeiten. In ersten Plänen war auch der Abriss des denkmalgeschützten Empfangsgebäudes aus dem Jahr 1895 vorgesehen.
Bahnhof Nietleben
Doch nun wird das Gebäude, das sich im Eigentum der Stadt Halle befindet, doch nicht abgerissen. So gebe es Interessensbekundungen an der Übernahme des Gebäudes durch die „Freunde der Halle-Hettstedter Eisenbahn e.V.“. „Hierfür wurde ein Nachnutzungskonzept erarbeitet“, so Stadtsprecher Drago Bock. „Abschließende Verhandlungen sind noch ausstehend.“ Zunächst einmal sind der Teilrückbau eines Schornsteins und eine Instandsetzung des Daches vorgesehen. Das unmittelbar angrenzende Lagergebäude ist bereits abgerissen.

Das Nutzungskonzept der Eisenbahnfreunde sieht vor, im Erdgeschoss wieder einen Wartebereich für Reisende einzurichten. Auch ein Imbiss ist geplant, ein potentieller Betreiber habe schon Interesse bekundet. Auch sollen barrierefreie Sanitäranlagen geschaffen werden. Dienstraum und Vorraum sollen einer musealen Nutzung dienen, hier sollen auch Bild- und Texttafeln zu den Bahnhöfen der HHE gezeigt werden. Das Obergeschoss soll Räume für Vereine bieten. Neben den Vereinen „Nietlebener Heimatverein e.V.“ und „Freunde der Halle-Hettstedter Eisenbahn e.V.“ als Konzeptionsträger sind weitere Vereine an einer Mitnutzung interessiert, wie Schützenverein und Anglerverein.

In den kommenden Monaten wird der komplette Vorplatz am Bahnhof umgebaut, dazu zählt auch ein Ausbau der Heidestraße auf einer Länge von ca. 225 m. Die vorhandenen Bushaltestellen werden barrierefrei ausgebaut. Auf dem Bahnhofsvorplatz wird eine Park & Ride Anlage mit 40 Pkw-Stellplätzen, 2 Behindertenstellplätzen und 7 Motorradstellplätzen entstehen. Zudem sind überdachte Fahrradabstellanlagen für 40 Fahrräder und die Neuanordnung eines Fahrbahnteilers im Zuge der Heidestraße weitere Bestandteile der Maßnahme.

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  • #138240

    In Vorbereitung der Umbauarbeiten am Bahnhof Halle-Nietleben laufen seit Wochen die Abrissarbeiten. In ersten Plänen war auch der Abriss des denkmalge
    [Der komplette Artikel: Umbau in Nietleben: Bahnhofsgebäude bleibt doch erhalten]

    #138241

    Wozu Denkmalschutz,
    wenn er nicht vor Abriss/Entfernung/Abtransport etc. schützt?

    #138242

    Hoffentlich haben die Vereine die Kraft was zu bewegen. Denkmal = Problem.

    #138311

    Sehe ich da ein neues Subventionsobjekt entstehen?
    „„Freunde der Halle-Hettstedter Eisenbahn e.V.“, waren das nicht die, die so erfolglos die alte S-Bahnstrecke Nietleben-Dölau übernommen haben?

    #138312

    Im Sommer 2014 war ein Artikel im Lokalteil der MZ, dass erwogen wird, die S-Bahn zukünftig wieder bis Dölau fahren zu lassen.
    Zwei Sachen, sehe ich da aber als zwingende Voraussetzung (von der Reeelektrifizierung aml abgesehen):
    (1) Konsequente Einstellung des Busparallelverkehrs
    (2) der Endbahnhof sollte näher am Orsteilzentrum liegen, z.B. hinter der Tankstelle kurz vor dem Bahnübergang. Sinn wäre, dass die Harzstraße nicht mehr gekreuzt werden muss und die Endstation in fußläufiger Entfernung ohne Steigungen zur Dorfmitte sein sollte.

    #138323

    Wieviele Umsteigenotwendigkeiten hieltest du dann für tragbar? Busverkehr auf der 21 nur bis zum Martha-Maria?
    Die Harzstraße, sprich Salzmünder Str. wurde auch vorher nicht gekreuzt; die Lieskauer Str. ist/war keine Harzstr. Die Trasse der S-Bahn verlief immer westlich der Harzstraße.

    #138360

    Dass die S-Bahn mal wieder bis Dölau fährt, ist Wunschdenken. Das Gleis liegt zwar noch, aber wenn da etwas drauf fahren soll, müsste schon viel reingesteckt werden. Und die Dölauer wären beim Wegfall des Busses sicher nicht von nur einem Haltepunkt begeistert, ganz abgesehen von der Klinik.
    Die ehemalige S-Bahn-Trasse verläuft von Nietleben erst östlich der Salzmünder Straße, zwischen dem Abzweig Köllmer Weg und Heidebhf wird die Salzmünder Straße gekreuzt.

    Dass in das Bahnhofsgebäude wieder Leben kommt, ist begrüßenswert. Die Außenhülle sieht noch ganz passabel aus, ein kleiner Imbiss würde sicher von Heide-Ausflüglern angenommen.

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