Trotz neuem Angebot der Bahn: Lokführer streiken bis Montag

17. Oktober 2014 | Umwelt + Verkehr | 7 Kommentare

Am Freitagnachmittag hat die Deutsche Bahn ein neues Angebot vorgelegt. Die Gewerkschaft der Lokführer (GDL) hält trotzdem an ihrem Streik fest. Bis Montagmorgen 4 Uhr legen die Lokführer ihre Arbeit nieder.

„Auch dieses mediengerechte Scheinangebot ist nicht geeignet, in die Verhandlungen einzusteigen, weil es lediglich dazu da ist, das Zugpersonal zu entsolidarisieren“, sagt der GDL-Bundesvorsitzende Claus Weselsky. Die DB biete für Lokomotivführer auf den ersten Blick scheinbar massive Verbesserungen, die sie aber gleichzeitig den Zugbegleitern verweigere, so die GDL.

Neben der geforderten Lohnerhöhung kritisiert die GDL insbesondere die Belastung. Zwar wolle die Bahn 200 neue Lokführer einstellen, das sei aber nur ein Tropfen auf den heißen Stein. 1.800 Lokomotivführer hätten laut ein Jahr lang Arbeit im DB-Konzern, um diese Überstunden abzubauen. Demnach würden die 20.000 Lokführer der Bahn derzeit drei Millionen Überstunden inklusive des Urlaubsrückstands vor sich herschieben. Im Bahn-Angebot fallen kein Wort zur Begrenzung von Überstunden, zur Verbesserung von Ruhetagsregelungen oder zur Verkürzung der Wochenarbeitszeit.

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