Tempo 20 in der Altstadt vorerst ohne Blitzer

11. September 2012 | Umwelt + Verkehr | 1 Kommentar

Um kurz nach 14 Uhr konnte Vollzug gemeldet werden. In der gesamten Altstadt von Halle (Saale) gilt nun Tempo 20. Planungsdezernent Uwe Stäglin hat in der Rathausstraße das letzte noch fehlende Schild „Tempo 20 Zone“ angebracht. Bereits am Vormittag waren alle anderen Zufahrtsstraßen zur Altstadt entsprechend beschildert worden. Künftig gilt in der gesamten Altstadt eine Höchstgeschwindigkeit von Tempo 20. In den verkehrsberuhigten Bereichen ändert sich nichts, hier gilt weiterhin Schrittgeschwindigkeit.

Stäglin erhofft sich dadurch eine Entschleunigung des Verkehrs. Einen entsprechenden Beschluss hätten die Stadträte schon vor einiger Zeit gefasst. Es werde außerdem nichts Neues eingeführt, die Straßenbahn fahre ohnehin in der Altstadt deutlich langsamer. Auf dem Ring selbst gilt weiterhin Tempo 50 (Hansering, Waisenhausring, Hallorenring, Robert-Franz-Ring, Moritzburgring, Universitätsring). Zwei Dezernate und drei Ämter (Verkehrsplanung, untere Verkehrsbehörde, Straßen- und Tiefbauamt) hätten sich im Vorfeld mit der Umsetzung beschäftigt. Spontan sei die Umsetzung nicht, verteidigte Stäglin entsprechende Berichte in der Druckpresse. „Wir hatten schon vor einigen Monaten im Stadtrat informiert.“ Nun habe man doch die Sommerferien abwarten wollen, um die Autofahrer nicht zu überraschen. „Das ist eine Regelung, auf die man sich auch einstellen muss.“ Nun seien alle gut erholt aus dem Urlaub zurück und offen dafür, Neues aufzunehmen.

Doch Regelungen sind das Eine, es muss aber auch kontrolliert werden. „Kontrollen des fließenden Verkehrs sind Sache der Polizei“, erklärte Stäglin. Große Mengen von Blitzern gebe es erstmal nicht. „Aber man muss ja auch davon ausgehen, dass Diejenigen die eine Führerschein haben auch die Straßenverkehrsordnung kennen.“ Sollte man feststellen, dass sich viele Autofahrer nicht an die neuen Regelungen halten, werde es möglicherweise auch eine konzertierte Aktion geben. Zunächst gehe es darum die Schilder anzubringen. Die Polizei kenne das Thema und werde bei Bedarf agieren. Stäglin meinte aber, dass man in den meisten Altstadtstraßen ohnehin nicht schneller fahren kann durch die enge Straßenführung. Tempo 20 gelte nicht nur für Autofahrer, auch für Radler und die Straßenbahn.

Geplant sind noch weitere Maßnahmen. So sollen auch Verkehrsführungen geändert werden. Dazu gebe es laut Stäglin noch Abstimmungsbedarf. Mehr zu den Plänen hier.

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