Sternfahrt von Halle nach Weimar: Abellio feiert Betriebsstart

4. Dezember 2015 | Umwelt + Verkehr | Keine Kommentare

Große Betriebsamkeit herrschte am Freitagvormittag auf Bahnsteig 4 des halleschen Hauptbahnhofs. Prominenz aus Politik und Wirtschaft hatte sich hier eingefunden.

Das Bahnunternehmen Abellio hatte unmittelbar vor Betriebsstart des Saale-Thüringen-Südharz-Netzes zu einer Sternfahrt nach Weimar und einem Festakt eingeladen. Verkehrsminister Thomas Webel sowie Rüdiger Malter, Geschäftsführer Nahverkehrsservice Sachsen-Anhalt GmbH (NASA), Stephan Krenz, Geschäftsführer Abellio GmbH Deutschland und Dirk Ballerstein, Geschäftsführer Abellio Rail Mitteldeutschland GmbH, durchschnitten feierlich das Band und schickten den Sonderzug von Halle aus auf den Weg nach Weimar.

Mit dem Fahrplanwechsel am 13. Dezember übernimmt Abellio von DB Regio den Betrieb. Das Unternehmen ist dann für den Zugverkehr im sogenannten Eisenbahnnetz Saale-Thüringen-Südharz zuständig und damit unter anderem für Regionalzüge von Halle nach Kassel, Eisleben, Erfurt und Eisenach.

Insgesamt 35 Triebzüge hat Abellio bestellt. Die neue Züge, ähnliche Modelle mit etwas anderer Ausstattung und Design fahren auch bei der S-Bahn Mitteldeutschland, verfügen über eine großzügige, bequeme Bestuhlung und ermöglichen Gehbehinderten, Eltern mit Kinderwagen und Reisende mit Gepäck durch den ebenerdigen Zugang einen bequemen Ein- und Ausstieg. Auch eine behindertengerechte Toilette ist vorhanden, zudem ausreichend Platz für Fahrräder. Über Monitore werden die nächsten Haltestellen, die Anschlüsse und die aktuelle Fahrplanlage angezeigt. Zudem sorgen technische Einrichtungen für einen stabileren Mobilfunkempfang.

Auch die Fahrkartenautomaten sollen benutzerfreundlicher werden. 128 Geräte wird die Firma krauth technology GmbH liefern. 78 der Automaten werden an Bahnhöfen stehen, weitere 50 in den Fahrzeugen. usammen mit den künftigen Kunden soll die Bedienoberfläche entwickelt werden. Dazu ist Abellio in der Region mit Testgeräten unterwegs. Zur besseren Sichtbarkeit der Automaten an den Bahnsteigen und zur Erhöhung des Sicherheitsgefühls werden an 25 Geräten zusätzliche Beleuchtungsaufsätze montiert. Ein Teil der stationären Automaten hat eine direkte Sprechanlage zum Kundenservice, der im Bedarfsfall Unterstützung leistet. Der Fahrgast kann an allen stationären und mobilen Automaten mit dem üblichen Hartgeld, aber auch mit Papiergeld und gängigen ec- und Kreditkarten zahlen. Dabei werden auch Banknoten als Rückgeld ausgegeben. An stark frequentierten Stationen wird ein zusätzlicher Monitor angebracht. Darauf erhalten die Fahrgäste Informationen zu tagesaktuellen Ereignissen, Fahrzeiten, Sonderangeboten und Aktionen rund um die Mobilität.

Print Friendly, PDF & Email

Kommentar schreiben