Ständige S-Bahn-Ausfälle nach Trotha künftig Standard

18. Dezember 2015 | Umwelt + Verkehr | 7 Kommentare

Fahrgäste der S-Bahn zwischen Halle Trotha und Hauptbahnhof müssen künftig regelmäßig mit kurzfristigen Zugausfällen rechnen. Der Strecke wird im Gesamtnetz der Mitteldeutschen S-Bahn offenbar keine Bedeutung eingeräumt. So werden die Züge bereits bei geringsten Verspätungen aus Leipzig eingekürzt.

Ein Bahnsprecher teilte auf Nachfrage dazu mit: „alle Züge der S3 mit Fahrtziel Halle-Trotha, die eine Verspätung von mehr als 5 Minuten haben, wenden zum Verspätungsabbau und für die pünktliche Rückfahrt nach Geithain vorzeitig am Haltepunkt Steintorbrücke.“
Da sich wegen der Baustelle am Knoten Halle viele Verspätungen erst im Bahnhofsumfeld aufbauen, gleicht es für Reisende nach Trotha einer Lotterie, ob ihr Zug fährt oder nicht. Wieviele Fahrten konkret ausgefallen sind, konnte die Bahn nicht mitteilen und begründet dies mit einem zu hohen Rechercheaufwand. Laut Reisenden fuhren in dieser Woche aber teilweise über Stunden keine S-Bahnen. Eigentlich soll die S3 stündlich bis Trotha fahren.

Bis zum Fahrplanwechsel war die S7 aus Nietleben jede halbe Stunde bis Trotha gefahren. Diese wurde zum Fahrplanwechsel aber auf die Strecke Nietleben bis Hauptbahnhof eingekürzt.
Alternativ können Reisende alle zwei Stunden den Harz-Elbe-Express HEX Halle-Bernburg nutzen. Ursprünglich sollte der HEX im ersten Fahrplan-Entwurf stündlich den Trothaer S-Bahn-Ast bedienen, was zugunsten der S3 abgeändert wurde.

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