Schutz der Bäume in Halle-Neustadts Fuhnestraße

16. Februar 2021 | Natur & Gesundheit, Umwelt + Verkehr | Keine Kommentare

Die Initiative „Pro Baum“ fordert den sofortigen und unwiderruflichen Stopp sämtlicher Planungen zur Errichtung des Parkplatzes in Halle-Neustadts Fuhnestraße. In einer Presseerklärung zu diesem Thema heißt es daher:

Mit sehr großer Sorge hat die Initiative „Pro Baum“ Informationen aus der Anwohnerschaft in Halles-Neustadts Fuhnestraße aufgenommen, dass eine aktuell etwa 4.000 m² große Grünfläche dem Bau eines Parkplatzes zum Opfer fallen soll. Dabei beabsichtigt man zudem ca. 30 Bäume im geschätzten Alter von 40 bis 50 Jahren zu fällen.
Als Flächeneigentümer ist der Bauverein Halle & Leuna eG benannt.

Für die Initiative „Pro Baum“ ist diese geplante massive Zerstörung von Gehölzbeständen und die umfassende Flächenversiegelung im Interesse der Beförderung des Motorisierten Individualverkehrs (MIV) ein klares, aber vollkommen inakzeptables Signal zur fortgesetzten Vernichtung von Umwelt, Natur und Grün in der Stadt Halle (Saale).

Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit gibt zur aktuellen täglichen Neuausweisung von Siedlungs- und Verkehrsflächen in der Bundesrepublik Deutschland folgendes an, Zitat: „Täglich werden in Deutschland rund 58 Hektar als Siedlungsflächen und Verkehrsflächen neu ausgewiesen. Dies entspricht einer Flächenneuinanspruchnahme – kurz Flächenverbrauch – von circa 82 Fußballfeldern.“

Das ergibt im Jahr einen Flächenverbrauch im Umfang von 21.170 ha. Im Vergleich dazu liegt diese Zahl zwischen der Fläche der Stadt Essen (21.034 ha) und der Stadt Lübeck (21.419 ha).

Der nunmehrige Koalitionsvertrag von CDU, CSU und SPD hat dazu folgendes vermerkt: „Flächenschutz
Unser Ziel ist, den Flächenverbrauch bis zum Jahr 2030 auf maximal 30 Hektar/Tag zu halbieren. Wir prüfen, mit welchen zusätzlichen planungsrechtlichen und ökonomischen Instrumenten das Ziel erreicht werden kann.“

Die Initiative „Pro Baum“ regt daher an, den Einsatz für das Grün mit seinem Gehölzbestand fachlich-inhaltlich und organisatorisch auf Dauer zu koordinieren und ruft daher auch die Bevölkerung zur Mitarbeit auf.

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