Schnee und Blitzeis: Winterdienst an Leistungsgrenze

11. März 2013 | Umwelt + Verkehr | Keine Kommentare

Schnee und Blitzeis haben seit Sonntagabend Straßen und Gehwege in Halle (Saale) in teils gefährliche Rutschbahnen verwandelt.

Seit 18 Uhr sei zwar der Winterdienst im Einsatz gewesen. „Allerdings sind wir gegen Blitzeis machtlos. Wenn Regen auf gefrorenen Boden trifft, bildet sich sofort Eis auf der Fahrbahn. Wenn dann, wie gestern Abend, Schneefall hinzukommt, ist für alle Verkehrsteilnehmer höchste Vorsicht geboten“, so Detlef Querg, Leiter des Winterdienstes. Mehr tun als rund um die Uhr zu streuen und warten, dass das Salz wirke, könne man auch nicht. „Gegen 22 Uhr haben wir unsere Einsatz-Trupps nochmals verstärkt, sodass heute Nacht 17 Personen mit sieben Streufahrzeugen im Einsatz waren. Zum Berufsverkehr war immer noch Vorsicht geboten. Aktuell fahren wir Kontrollfahrten und sind nach wie vor im Einsatz, um die Hauptverkehrsstraßen frei zu bekommen.“

Im Mittelpunkt habe das Räumen der Schwerpunktstrecken wie Bundes- und Zubringerstraßen gestanden. Dann folgten die Nebenstraßen. Es wurden 30 Tonnen Salz verbraucht. Für ein Drittel des halleschen Straßennetzes ist der Winterdienst zuständig. Eine weiße Schneeschicht war aber selbst am Montagvormittag noch auf Hauptverkehrsstraße wie der Merseburger Straße zu sehen.

Zu größeren Beeinträchtigungen aufgrund des Wetters sei es auf den Straßenbahnlinien der Halleschen Verkehrs-AG (HAVAG) nicht gekommen. Lediglich im Busverkehr habe es aufgrund der Straßenverhältnisse, Stau im Stadtgebiet und einiger quer stehender Fahrzeuge leichte Verspätungen gegeben. Zudem wurden Haltestellen beräumt, Weichen und Busspuren vom Eis befreit.

Um Schäden und Reparaturkosten an Wasserzähler und -leitungen durch Frost zu vermeiden, sollten sie richtig geschützt werden, so die Stadtwerke. Mit einfachen Maßnahmen können Haus- und Gartenbesitzer oder -nutzer vorbeugen: Kellerfenster und auch Treppenhäuser sollten immer geschlossen und defekte Scheiben ersetzt sein. Damit ist die Hausinstallation vor Kaltluft und Einfrieren besser geschützt. Gefährdete Räume können auch mit elektrischen Frostwächtern oder einer Rohrbegleitheizung ausgestattet werden.

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