Radweg an der Giebichensteinbrücke wird teurer

18. März 2014 | Umwelt + Verkehr | 1 Kommentar

Der geplante Radwege-Bau an der Giebichensteinbrücke in Halle (Saale) verzögert sich. Grund sind steigende Kosten. Gerade einmal zwei Unternehmen haben sich an der Ausschreibung beteiligt. Die Kosten liegen nun 200.000 Euro höher als die geplanten 366.000 Euro. Ein Auslöser für die Mehrkosten soll wohl der felsige Untergrund sein. Jetzt muss der Bauausschuss noch einmal beraten. Dadurch verzögert sich auch der Baubeginn, der ursprünglich jetzt im Frühjahr sein sollte.

Schienenfalle2Die Vorarbeiten hatten bereits im vergangenen November begonnen. Damals hatte die Stadt 42 kleinere Laubbäume am Hang unterhalb der Bergschenke gefällt. Die Ersatzpflanzungen finden am Ratswerder statt.
Dabei hatte die Stadt das Projekt schon einmal wegen explodierender Kosten gestutzt. In der Sparvariante sollen Geh- und Radweg bergab schmaler ausfallen, dadurch müssten die Bauarbeiter nicht so tief ins Felsgestein eindringen. So soll der Radweg im Westen nur noch 1.20m (Planung: 1.50m) und der Fußweg 1.50m (Planung: 2m) breit sein. Dadurch kann auch die vorhandene Stützmauer in diesem Bereich erhalten werden, was Kosten spart. Ab der Haltestelle „Talstraße“ sind dann beim Radweg regelkonforme 2.10m und beim Gehweg 2.90m vorgesehen. Daneben wird es hier eine Abbiegespur für Radler geben, die in die Talstraße wollen. Dazu muss dann in diesem Bereich allerdings die Stützwand versetzt werden.
Außerdem soll der Radweg künftig auch über die Giebichensteinbrücke bis hin zur Fährstraße geführt werden. Dazu wird auf dem breiten Gehweg eine Linie gezogen: 1.60m für Radler, 1.90m für Fußgänger. Keinen Radweg wird es bergab dagegen zwischen Einmündung Hoher Weg und der Zufahrt zur Bergschänke geben. Grund: hier ist kein Platz, weil dort Wohnhäuser stehen, die im Gegensatz zur Stützwand nicht versetzt werden können.

69 Unfälle, 27 Leicht- und 9 Schwerverletzte sowie ein Toter: das ist die fünfjährige Bilanz der Kröllwitzer Schienenfalle, an der immer wieder Fahrradfahrer zu Fall kommen, nachdem sie auf der abschüssigen Strecke in die Gleise der Straßenbahn gerieten. Die 2008 erfolgte „Aufrauung“ der Fahrbahnoberfläche hatte keine Auswirkungen auf die Unfallhäufigkeit bei Radfahrern.

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