ÖPNV-Zwangsticket: Umweltverein AHA begrüßt Überlegungen

19. Dezember 2014 | Umwelt + Verkehr | 1 Kommentar

Steigende Kosten machen auch dem Mitteldeutschen Verkehrsverbund mit seinen Verkehrsunternehmen zu schaffen. Deshalb hatte der MDV eine Studie in Auftrag gegeben, wie der ÖPNV in Zukunft finanziert werden kann.

Eine Idee war ein sogenanntes Bürgerticket. Jeder Bürger in Halle müsste auf diese Weise im Monat eine Pauschale zahlen, kann dafür aber so oft wie er will Busse und Straßenbahnen nutzen. Im vergangenen Jahr hat die estnische Hauptstadt Tallin einen fahrscheinlosen Nahverkehr eingeführt, die belgische Stadt Hasselt hatte dies von 1997 bis 2012, bevor eine rechtskonservative Regierung an die Macht kam und dies beendete. Der Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) begrüßt den Ansatz des MDV und „hält es für dringend erforderlich diesen Weg konsequent weiter zu gehen, um wirklich zur Verbesserung der Umwelt beizutragen, indem durch eine unkomplizierte Nutzung die Attraktivität von ÖPNV und SPNV steigen, eine Reduzierung des Motorisierten Individualverkehrs (MIV) mit den Folgen wie Lärm, Abgas- und Feinstaubbelastung und Platzverbrauch stattfindet sowie somit eine diesbezügliche gesellschaftliche Gesamtverantwortung deutlicher in Erscheinung tritt.“

Doch der AHA hat noch weitere Ideen. So gebe der Einzelhandel häufig Rabatte für Kunden und Autofahrer zur Erstattung der Parkgebühren, welche ihre Autos in Tief- oder Hochgaragen geparkt haben. „Warum soll so etwas nicht auch für die Nutzung von ÖPNV und SPNV möglich sein ?“, fragt der AHA.

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