Öffentlicher Personennahverkehr (ÖPNV) vor dem Aus? Betriebsräte diskutieren über Perspektiven der Finanzierung

10. Februar 2015 | Umwelt + Verkehr | 3 Kommentare

Im Rahmen einer Betriebsrätekonferenz am 11. und 12. Februar 2015 diskutieren in Halle Interessenvertretungen aus der Nahverkehrsbranche der drei mitteldeutschen Bundesländer mit Vertreter der Verkehrsministerien aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen über den drohenden Wegfall des Bundeszuschusses zur Finanzierung des ÖPNV.

„Sollten die Bundeszuschüsse gestrichen werden, müssten die Kommunen sämtliche Investitionen in den ÖPNV alleine tragen. Dabei gibt es schon jetzt einen Investitionsrückstand von jährlich 2,5 Mrd. Euro, der stetig anwächst“, so die düstere Prognose von Gerd Doepelheuer, Veranstalter und ver.di-Landesbezirksfachbereichsleiter für den Verkehrsbereich.

Die Hallesche Verkehrs AG (HAVAG) beispielsweise erhält für die Betriebskosten 23 Millionen Euro im Jahr. Den Großteil davon trugen bisher die Stadtwerke, vom Land kommen etwa 3 Millionen Euro. Für das vergangene Jahr musste auch die hallesche Stadtverwaltung wieder mit erheblichen Summen einspringen und mehr als zehn Millionen Euro beisteuern.

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