Neue Bäume für die Ziegelwiese: Pflanzaktion an Karfreitag

4. April 2015 | Umwelt + Verkehr | 5 Kommentare

Auch vom Nieselregen ließen sie sich nicht abschrecken: unter dem Motto „Bäume pflanzen statt abholzen“ haben die Initiative „Pro Baum“ (IPB) und der Arbeitskreis Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) bereits zum 7. Mal an einem Karfreitag dazu aufgerufen, Bäume auf die Ziegelwiese in Halle
(Saale) zu pflanzen.

Eingesetzt wurden eine Stieleiche, eine Gemeine Esche und eine Schwarzerle. Beeinflusst war das Bild von einer vom Orkan „Niklas“ umgeworfenen großen Hybridpappel. Somit war die Pflanzung diesmal auch eine verstärkte Botschaft in Richtung Schutz des Klimas, so die Initiatoren. Die Verantwortlichen der Stadt Halle (Saale) würden dem jedoch durch einen zerstörerischen Umgang mit den ihnen anvertrauten Bestand an Bäumen und Sträuchern stark entgegen wirken.

„Bäume und Sträucher dienen als Sauerstoffspender, verbessern den Gehalt an Luftfeuchtigkeit, bieten zahlreichen Tieren Lebensraum und Nahrung, filtern Kohlendioxid, Feinstaub, Ruß und Ozonsmog aus der Luft sowie spenden Schatten. Sie tragen somit entscheidend zur Verbesserung des Klimas bei“, so der AHA. Jedoch die Stadt Halle (Saale) gehe rechtlich und praktisch einen anderen Weg. Die nunmehrige hallesche Baumschutzsatzung trage keinesfalls zum angemessenen Schutz und Erhalt von Bäumen und Sträuchern bei. In der Praxis zeige sich das mangelnde Schutzverständnis u.a. in den Massenfällungen am Saaleufer am Holzplatz/Pulverweiden, zwischen Genzmerbrücke und Karl-Meseberg-Straße, in der Beesener Straße, im und am Gelände des früheren Gesundbrunnenbades, am Gimritzer Damm, in der Delitzscher Straße, im Gelände des Sitzes der Leopoldina, in der Berliner Straße, in der Otto-Stomps-Straße, Fiete-Schulze-Straße sowie nicht zuletzt auch am Steintor, auf der Peißnitzinsel und der Ziegelwiese, heißt es weiter. Nunmehr seien z.B. die Baumbestände im Böllberger Weg und in Teilen der Heideallee massiv bedroht. Dieser inakzeptablen und katastrophalen Gehölzschutzpolitik Halles gegenüber wolle man mit der Aktion Alternativen aufzeigen.


Fotos: Dietmar Hörner

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