Nächstes Großprojekt: Umbau am Joliot-Curie-Platz

25. August 2015 | Umwelt + Verkehr | 3 Kommentare

Derzeit wird die Steintor-Kreuzung umgebaut, doch in der Stadtverwaltung laufen schon die Planungen für das nächste Großprojekt im Anschluss. Dann nämlich folgen Große Steinstraße und Joliot-Curie-Platz. Doch nicht nur die Fahrbahn wird hier saniert, es gibt neue Ampeln, die Verkehrsführung ändert sich und eine Straßenbahnhaltestelle fällt weg.

Planungen für den Joliot-Curie-Platz

Planungen für den Joliot-Curie-Platz


Doch der Reihe nach. Die markanteste Änderung ist wohl die komplette Neuorganisation des Verkehrs am Joliot-Curie-Platz. Wer aus Richtung Steintor kommt, braucht künftig nicht mehr den Bogen über die Oper zu fahren, um zum Hansering zu kommen. Stattdessen ist künftig ein Linksabbiegen an einer Ampelkreuzung möglich. Diese Ampel soll auch Fußgängern eine sicherere Variante bieten, über den verkehrsreichen Platz zu kommen. An der Kreuzung Schulstraße, Universitätsring, Joliot-Curie-Platz wird ein neuer kleiner Kreisverkehr eingerichtet. Die westliche Fahrbahn am Curie-Platz wird künftig für beide Fahrrichtungen freigegeben, die östliche Fahrbahn wird künftig in Richtung Süden führen, um Autofahrern aus Richtung Uniring und August-Bebel-Straße ein Linksabbiegen in die Große Steinstraße zu ermöglichen (siehe Plan).

Zwischen Ludwig-Stur-Straße und der Schauburg soll es künftig eine Kombination von Parkstreifen und Lieferzone stadteinwärts eingerichtet. Zudem sind Bäume und Fahrradbügel vorgesehen. In Richtung Steintor wird es einen Fahrradstreifen geben. Obendrauf soll die derzeitige Haltestelle „Stadtbad“ aufgegeben werden. Die Haltestelle „Joliot-Curie-Platz“ wird in etwa in ihrer jetzigen Lage verbleiben, allerdings behindertengerecht ausgeführt. Begründet wird dies mit der Nutzung. So würden durchschnittlich 827 Fahrgäste den Stopp am Stadtbad nutzen, während es an der Haltestelle „Joliot-Curie-Platz“ 2.761 sind. Allerdings sind diese Zahlen noch ohne die neue Jugendherberge, die über die Haltestelle am Stadtbad erreicht werden kann. Doch die Herbergs-Gäste hätten eine hohe Mobilität, argumentiert die Stadt, die Entfernung zur Haltestelle Steintor sei nicht groß.

Für die Stadt ist eine Umgestaltung zwingend nötig. Es gebe eine Konzentration von Unfällen an den Einmündungsbereichen des Joliot-Curie-Platzes in die Große Steinstraße, heißt es zur Begründung. Aus Denkmalschutzgründen könne man in die Bebauung oder den Park nicht eingreifen, weshalb nur eine Umorganisation des Verkehrs möglich sei.

Laut Verkehrsanalyse vor Baubeginn am Steintor haben am Tag 11.000 Fahrzeuge die Große Steinstraße befahren. Daneben verkehrten vier Straßenbahnlinien über die Strecke, künftig sollen es sogar fünf Linien sein.

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